Riera verteidigt Kritik: „Mannschaft weiß, wie ich denke“
Albert Riera sorgt mit seinen Aussagen vor der Presse immer wieder für Aufsehen. (Archivbild) Foto: Uwe Anspach/dpa
Albert Riera sorgte zuletzt mit seinen klaren Aussagen für Aufsehen. Zuletzt stand Can Uzun in der Kritik. Nun will der Trainer lieber über das Kollektiv reden.
Frankfurt/Main. Eintracht Frankfurts Trainer Albert Riera hat seine Kritik an einzelnen Spielern seit seinem Amtsantritt Anfang Februar verteidigt. „Wenn ich vor der Presse spreche, glaube mir, die Spieler, sie wissen es bereits - die Mannschaft weiß, wie ich denke“, sagte Riera vor der Auswärtspartie am 29. Spieltag gegen den abstiegsbedrohten Krisenclub VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky).
Für ihn seien „alle Spieler wichtig“ und niemand wichtiger als ein anderer, betonte der Coach des Fußball-Bundesligisten und schlug damit neue Töne an. „Deshalb möchte ich euch allen klarmachen, warum ich nicht gerne über einzelne Spieler spreche.“ Er spreche lieber über das Kollektiv, äußerte Riera.
Riera hat „hohe Ansprüche“
Zuletzt war das noch anders. Nach dem 2:2 gegen den 1. FC Köln hatte der Spanier Offensivjuwel Can Uzun kritisiert, nachdem dieser im Duell mit den Rheinländern nicht zum Einsatz gekommen war. „Du kannst mit dem Ball so gut sein, wie du willst. Wenn du es aber nicht ohne Ball bist, wirst du bei Albert nicht spielen“, hatte Riera gesagt.
Vor dem Duell mit dem VfL erklärte der 43-Jährige, dass er Spieler einsetze, „die uns helfen, zu gewinnen“. Alle Spieler seien mit offensiven und defensiven Aufgaben beauftragt. „Das ist anspruchsvoll, sehr anspruchsvoll. Wir sind in einem Verein, der hohe Ansprüche stellt“, äußerte Riera.
Saisonziel ist Platz sieben
In Wolfsburg geht es für die Eintracht darum, den siebten Tabellenrang zu verteidigen. Die Platzierung reicht voraussichtlich aus, um erneut in den Europapokal einzuziehen und sich zumindest für die Conference League zu qualifizieren. „Unser Ziel ist ganz klar der siebte Platz, um nächste Saison in Europa spielen zu können“, sagte Riera. Der Vorsprung auf den SC Freiburg beträgt zwei Punkte, auf den formstarken FSV Mainz 05 sechs Zähler. Beide Teams treffen am Sonntag aufeinander und nehmen sich gegenseitig die Punkte weg.
Verzichten muss Riera in Wolfsburg beim Tabellen-17. auf Jean-Mattéo Bahoya, der nach seiner Oberschenkelverletzung zwar wieder ins Training eingestiegen ist, aber nach Angaben seines Coaches noch nicht bei 100 Prozent ist. Außerdem fehlte in dieser Trainingswoche Ritsu Doan erkrankt.