Zähl Pixel
Konkurrenz durch USA und China

SAP-Chef zu KI-Transformation: „Wollen uns alle schlagen“

SAP-Chef Christian Klein: „Eine sehr, sehr große Transformation.“ (Archivbild)

SAP-Chef Christian Klein: „Eine sehr, sehr große Transformation.“ (Archivbild) Foto: Uwe Anspach/dpa

Christian Klein spürt den KI-Druck. Der SAP-Chef mahnt mit Blick auf die Konkurrenz in den USA und China Tempo an. SAP müsse jetzt eine spezielle KI liefern.

Von dpa 05.08.2026, 09:50 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Walldorf. SAP-Chef Christian Klein hat bei der Entwicklung eigener Produkte mit Künstlicher Intelligenz (KI) Tempo gefordert. „Ich spüre den Druck“, sagte Klein der „Süddeutschen Zeitung“. Wenn das eigene KI-Werkzeug Geschäftsprozesse nicht besser verstehe als ein KI-Agent, den man mit Anthropic - einem US-KI-Unternehmen - baut, dann habe SAP ein Problem. „Wir müssen schnell agieren, niemand in den USA oder China wartet auf uns. Sie wollen uns alle schlagen“, sagte Klein. 

Die SAP-Aktie ist in den vergangenen eineinhalb Jahren abgestürzt. Klein sagte, das freue ihn natürlich nicht, jedoch müsse man ein bisschen relativieren. Hier werde aktuell eine ganze Branche infrage gestellt. Die große Frage sei, ob sich die Softwarebranche behaupten kann oder KI-Agenten neuer Anbieter die Software ersetzen. 

Klein: „Eine sehr, sehr große Transformation“ 

„Wie viele andere auch müssen wir bei SAP jetzt beweisen, dass wir KI liefern können“, sagte Klein. Eine KI, die Geschäftsprozesse verstehe. Er sei da sehr zuversichtlich, allerdings bedeute das für SAP auch „eine sehr, sehr große Transformation“. Die KI-Transformation sei noch größer als die Cloud-Transformation. 

Mit der Cloud-Transformation verfolgte SAP in den letzten Jahren das Ziel, dass die Programme nicht mehr lokal auf den Servern der Kunden läuft. Die Kunden sollen statt hoher Einmalzahlungen lieber im Abo für die Software bezahlen. Dafür können sie dann einfacher und schneller Updates erhalten, zum Beispiel bei neuen KI-Anwendungen. 

Der Softwarehersteller aus Walldorf in Baden-Württemberg ist für seine Software zur Unternehmensteuerung bekannt. Ob Finanzen, Personal, Fertigung, Vertrieb oder Beschaffung - die Geschäftsprozesse können darüber abgebildet werden.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Prozess zu Warner-Übernahme erst im März

Klagen mehrerer US-Bundesstaaten und Drehbuchautoren halten die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers auf. Vor nächsten März dürfte nicht viel passieren. Für Paramount wird es teuer.

Krypto-Anleger verharren im Dauerfrust

Knapp 9 Millionen Menschen in Deutschland halten Bitcoin und andere Kryptos – doch jetzt drohen neue Steuern. Was das für Anleger und den Markt bedeutet, bleibt offen.