Seltener Barockesel im Wildpark geboren - Weltweit nur 320 Tiere
Der weiße Barockesel-Hengst ist in der Nacht zum Dienstag geboren worden. Foto: Wildpark Schwarze Berge
Es ist eine kleine Sensation – und trägt zum seltenen Bestand der Barockesel bei. Diese gehen – wie es ihr Name sagt – auf die Zeit zwischen 1600 und 1770 zurück. Gerade der Adel war nahezu versessen auf die weißen Esel.
Ein kleiner Barockesel-Hengst ist im Wildpark Schwarze Berge geboren worden. Nach 12 bis 13 Monaten Tragzeit hat Annabel, die im Oktober vergangenen Jahres in den Park kam, den weißen Hengst in der Nacht zum Dienstag zur Welt gebracht. Gesund und munter trinke er bei seiner Mutter und erkunde auch schon die nähere Umgebung, teilte der Park am Mittwoch mit.
Das noch namenslose Tier ist, genau wie seine Eltern, ein Österreichisch-Ungarischer Weißer Esel, die bis mindestens auf die Barockzeit vor rund 400 Jahren zurückzuführen sind. Er ist ein wenig größer als seine grauen Verwandten, hat hellblaue Augen und ist hellgelb, fast weiß.
Seltene Geburt im Wildpark Schwarze Berge: Barockesel fast ausgestorben
Die Esel wurden in der Barockzeit gezüchtet, da damals alles helle oder weiße als „Lichtbringer“ galt und jeder, der etwas auf sich hielt, sich mit hellen Tieren schmückte. Heute sind die Barockesel fast ausgestorben, weltweit gibt es nach Angaben des Parks insgesamt nur noch etwa 320 Tiere.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren nun drei Barockeseln zur Arterhaltung beitragen können“, so Tierpfleger Manuel Martens. Für die Wildpark-Besucher sieht er gute Chancen, den kleinen Hengst entdecken zu können. „Er schläft noch viel die ersten Tage, wird aber auch schon mit seiner Mutter die Anlage erkunden.“
Wildpark-Besucher können den kleinen Hengst besichtigen
Wen er als Spielkameraden aussucht, könnte spannend werden: neben der 2-jährigen Felicitas, die auch ein Barockesel ist, stehen noch Bentheimer Landschafe und die Alpakas mit auf der Wiese. Aber eins ist jetzt schon sicher: der kleine weiße Hengst wird die Bande ordentlich auf Trab halten. (dpa/pm)
Kuscheleinheiten von Mama Annabel. Foto: Wildpark Schwarze Berge