Zähl Pixel
Sozialplanerin

Sie will ein genaues Bild über die Lage der Pflege bieten

Bereiten den Pflegebericht vor: Amtsleiter Thomas Schmidt und Sozialplanerin Hanna Münster-Bortig. Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke

Bereiten den Pflegebericht vor: Amtsleiter Thomas Schmidt und Sozialplanerin Hanna Münster-Bortig. Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke

Bis zum Herbst soll ein Pflegebericht für den Landkreis Stade vorliegen. Sozialplanerin Hanna Münster-Bortig stellte der Politik den ambitionierten Zeitplan vor und machte deutlich, wie wichtig eine solide Datengrundlage für die Planung konkreter Maßnahmen ist.

Montag, 27.02.2023, 07:30 Uhr

Seit 2005 gibt es regelmäßige Pflegeberichte schon auf Landesebene - jetzt, ab 2023, werden sie auch auf kommunaler Ebene Pflicht. Aus dem Bericht lassen sich zum Beispiel Vorschläge zur Verbesserung der Versorgungsstruktur ableiten, teilte der Landkreis in einer Pressemitteilung mit. Darin werden der aktuelle Stand und die voraussichtliche Entwicklung aufgearbeitet - valide Daten, um die Situation vor Ort verbessern zu können, erklärte Münster-Bortig den Mitgliedern des Ausschusses für Gesundheit, Soziales und Sport.

Ziel: Bericht bis Herbst fertig

Vergangenes Jahr hat eine Arbeitsgruppe um die Sozialplanerin mit der Arbeit am Pflegebericht begonnen. Ein Fachbüro aus Hamburg begleitet die Aufstellung des Pflegeberichtes, Fachausschuss und Pflegekonferenz werden laut Landkreis beteiligt. Das Niedersächsische Pflegegesetz sieht eine Neuaufstellung des Pflegeberichts alle vier Jahre vor.

Doch der Zeitplan ist ambitioniert: Bis April soll die Datenerhebung laufen, bis Juli die Auswertung, dann wird eine Prognose erstellt. Ein erster Berichtsentwurf soll im September der Pflegekonferenz und dem Fachausschuss vorgestellt werden. Im Oktober soll die Endfassung mit konkreten Handlungsempfehlungen vorliegen, die auch ans Land übermittelt wird. 2024 sollen erste Maßnahmen beraten werden.

„Wir benötigen viel mehr Informationen darüber, wie sich die Situation der Pflege in der Region darstellt“, sagte Münster-Bortig. Das gelte für die Versorgungslage ebenso wie für die Personal- und Ausbildungssituation. Dazu werde derzeit eine Befragung aller Einrichtungen vorbereitet, stationär und ambulant.

Viele Faktoren werden berücksichtigt

Die Datenlage sei vielschichtig, so Münster-Bortig: Die Bevölkerungsentwicklung, Angebot und Nachfrage bei den Pflegeeinrichtungen und bei der Hilfe zur Pflege (Sozialleistungen) und die Personalentwicklung in Pflegeeinrichtungen werden ausgewertet. Die perspektivische Entwicklung von Pflege-, Versorgungs- und Personalbedarf bis 2030 sowie kommunale Projekte, Aktivitäten, und Verbünde und das große Themenfeld „Pflege durch Angehörige“ finden Berücksichtigung.

„Wir haben den direkten Kontakt zu den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen“, sagte der Leiter des Amtes für Soziales und Teilhabe in der Kreisverwaltung, Thomas Schmidt, mit Blick auf den Senioren- und Pflegestützpunkt. Auch diese Ressource werde für die Recherche genutzt.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel