St. Pauli vor Topspiel gegen Hannover: Drei Personalien im Fokus
Aus der Champions League zurück nach Hannover: Marcel Halstenberg. Foto: David Inderlied/dpa
Flutlicht, Millerntor, Top-Spiel: In der 2. Liga trifft der Erste St. Pauli auf den Dritten Hannover. St.-Pauli-Trainer Hürzeler warnt vor diesem Spieler.
Hamburg. Einst war Marcel Halstenberg beim FC St. Pauli unter Vertrag, jetzt kommt der Top-Star von Hannover 96 zurück ans Millerntor und der Kiez-Club ist auf der Lauer. Der Abwehrspieler ist nach Ansicht von Trainer Fabian Hürzeler „für die Liga eigentlich zu gut“, wie der Coach der Hamburger vor dem ausverkauften Top-Spiel gegen Hannover 96 am Freitag (18.30 Uhr/Sky) sagte. Die 96er kommen als Tabellendritter mit dem Schwung des 2:0-Derby-Sieges gegen Braunschweig zum Tabellenführer.
St. Paulis Hürzeler lobt Hannovers Halstenberg
Halstenberg spielte von Sommer 2013 bis Sommer 2015 für den Kiez-Club. Hürzeler lobte das Spielverständnis des 32-Jährigen, der vor der Saison vom Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig zu den Niedersachsen gewechselt war. Doch der 30 Jahre alte Coach meinte, man dürfe Hannover nicht nur auf Halstenberg reduzieren. „Mit Hannover erwartet uns eine Top-Mannschaft, die auch die letzten Auswärtsspiele unglücklich verloren hat“, fügte er hinzu. Das Pressing von 96 kann laut Hürzeler „eine enorme Wucht erzeugen“.
Bei St. Pauli sind alle Stammkräfte spielbereit. Allerdings fehlt Kapitän Jackson Irvine wegen seiner Gelb-Sperre. Bei den Hamburgern läuft es aktuell einfach. Bisher kassierten die Hanseaten als einziges Team noch keine Niederlage in dieser Saison. Hürzeler will sein Team vor allem dadurch auf dem Boden halten, in dem wir „gar nicht so viel darüber reden“. „Das wird das Entscheidende zu sein, sich nicht auszuruhen und immer noch einen Schritt mehr zu investieren“, fügte er hinzu.
96-Torwart Zieler bereit für Topduell auf St. Pauli
Hannover kann mit Torwart Ron-Robert Zieler rechnen. Der 34-Jährige kehrte am Mittwoch in das Mannschaftstraining zurück, nachdem er sich einen Tag zuvor krankheitsbedingt abgemeldet hatte. Der ehemalige Nationaltorhüter hat in dieser Saison bislang alle zwölf Ligaspiele mitgemacht und entscheidend dazu beigetragen, dass die Niedersachsen wieder Aufstiegskandidat sind.
96 fehlt dagegen Torjäger Cedric Teuchert. Der Angreifer fällt mit Problemen im Oberschenkel aus. „Es ist keine strukturelle Verletzung, aber die Muskulatur lässt es nicht zu, dass er in die Belastung geht“, sagte 96-Coach Stefan Leitl am Donnerstag. „Wir hoffen, dass er nach der Länderspielpause beim Spiel gegen Hertha BSC wieder zur Verfügung steht.“
Teuchert hat bislang in dieser Saison acht Treffer erzielt. Für ihn dürfte am Millerntor Havard Nielsen stürmen - wie schon zuletzt beim 2:0 im Derby gegen Eintracht Braunschweig.
Leitl reist mit großem Respekt zum Tabellenführer. „Wenn du nach zwölf Spieltagen 26 Punkte hast, dann ist das das Maß aller Dinge in der Zweiten Liga und eine große Herausforderung für uns“, sagte Hannovers Trainer, der mit seinem Team aktuell Platz drei belegt. „Wir sind auf allen Ebenen gefordert, eine Topleistung zu bringen, um auf St. Pauli bestehen zu können.“