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Amerikanische Rechte

Stader Schüler eröffnen Ausstellung in der BallinStadt Hamburg

Schüler des Athenaeums eröffnen ihre Ausstellung im Auswanderermuseum BallinStadt.

Schüler des Athenaeums eröffnen ihre Ausstellung im Auswanderermuseum BallinStadt. Foto: Tessa Burfeind

Stader Schülerinnen und Schüler stellen Plakate aus dem Unterricht derzeit im Auswanderermuseum BallinStadt in Hamburg aus. Zur Eröffnung kam lokale Prominenz.

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Von Lars Strüning
Sonntag, 11.01.2026, 15:50 Uhr

Stade. Schüler des Seminarfachs „Life, Liberty and the Pursuit of Happiness“ vom Athenaeum in Stade haben eine ganz persönliche Eröffnung ihrer Museumsausstellung gefeiert. Die Sonderausstellung zeigt 14 Plakate, die bis Ende Januar im Foyer des Museums der BallinStadt in Hamburg zu sehen sind und sich um die US-amerikanischen Grundrechte drehen.

Über mehrere Wochen hinweg haben die Athenaer Plakate entworfen, die ihre 15-seitigen Facharbeiten des Seminarfachs von Lehrer und Schulleiter Martin Niestroj komprimiert und leicht verständlich wiedergeben sollen. Im Seminarfach lernen die Oberstufenschüler des 13. Jahrganges die Bedeutung der Wissenschaftspropädeutik.

Ziel für den 13. Jahrgang: Vorbereitung aufs Studium

Ziel ist es, sie auf die Anforderungen des Studiums vorzubereiten. „Dies ist in diesem Fall voll gelungen, wie die Ergebnisse beweisen“, schreibt Tessa Burfeind als eine der beteiligten Schülerinnen. Die vielfältigen Themen der Ausstellung reichen von historischen Ereignissen über die aktuelle Politik bis hin zu mentaler Gesundheit.

Die Schüler stellten fest, dass das Grundrecht „all men are created equal“ bereits 100 Jahre existierte, bevor die Sklaverei abgeschafft wurde. Und sie untersuchten, ob Transfrauen wirklich einen Vorteil im Frauensport haben, wie häufig behauptet wird. Mehr Infos zu diesen Themen gibt es bei der Ausstellung.

Die Eröffnung selbst lief in kleinem Rahmen ab, immerhin nahmen sich die Stader Bürgermeisterkandidaten Kai Koeser von der SPD und Arne Kramer von der CDU die Zeit, anzureisen und sich im Gespräch mit den jungen Erwachsenen auszutauschen, berichtet Tessa Burfeind.

Das sagen Koeser und Kramer zu den Schüler-Arbeiten

„Gerade in den jetzigen Zeiten finde ich es wichtig, wenn sich junge Menschen mit Themen auseinandersetzen, die auch etwas mit Demokratie und der Grundordnung zu tun haben“, sagte Kai Koeser. Die Fragestellung, welche Relevanz die amerikanischen Grundwerte „Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ heutzutage haben, sei auch mit Blick auf die aktuelle Politik und den Beziehungen zu den USA relevant, meinte der SPD-Politiker.

Arne Kramer findet es wichtig, dass man „mehrere Blickwinkel auf ein Thema erhält und am Ende eine eigene Meinung bilden kann, anhand von selbst recherchierten Fakten“. Das sei gerade für die junge Generation essenziell, weil sie mit immer mehr Fake News konfrontiert würde.

Das Auswanderermuseum BallinStadt vermittelt auf eine sehr ansprechende Art und Weise die Geschichte hinter der deutschen Emigration in die USA. Tessa Burfeind: „Ein Besuch ist definitiv lohnenswert.“

Ein Einzelticket für die Dauerausstellung und die Sonderausstellung kostet 7,50 Euro für Kinder von 5-13 Jahren, 12 Euro für Schüler, Studenten und Auszubildende und 13,90 Euro für Erwachsene. Für eine Kleinfamilie, also zwei Erwachsene und ein Kind, kostet der Eintritt 23,90 Euro und für eine Familie mit zwei Kindern 30,90 Euro. Tickets sind über die Website unter www.ballinstadt.de erhältlich.

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