AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Bundesdrogenbeauftragter

Streeck warnt vor leichter Zugänglichkeit von Drogen

Hendrick Streeck: „Die Droge, die mir am meisten Sorgen macht, ist Crack.“

Hendrick Streeck: „Die Droge, die mir am meisten Sorgen macht, ist Crack.“ Foto: Katharina Kausche/dpa

„Per Taxi ins Jugendzimmer“: Der Bundesdrogenbeauftragte sieht die leichte Verfügbarkeit von Rauschgift als große Gefahr. Eine Droge bereitet ihm besonders große Sorgen.

Von dpa 31.08.2025, 00:35 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

Berlin. Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) warnt vor der wachsenden Gefahr leicht verfügbarer Drogen - insbesondere für Jugendliche. „Man kann mittlerweile im Darknet, aber zum Teil sogar im normalen Internet solche Drogen bestellen. Sie kommen dann per Taxi oder auf anderen Wegen direkt ins Jugendzimmer“, sagte Streeck in einem Interview der „Bild am Sonntag“. Das sei ein erhebliches Problem für den Jugendschutz.

Streeck warnt vor der zunehmenden Ausbreitung gefährlicher Drogen: „Wir sehen europaweit immer mehr immer potentere und unvorhergesehene Wirkstoffe, die zum Teil bei der ersten Einnahme tödlich sind.“ Beispiele seien Fentanyl und synthetische Opioide wie Nitazene, die bereits in kleinsten Mengen zum Tod führen könnten. Streeck forderte ein bundesweites Frühwarnsystem für Rettungskräfte, Suchthilfen und Betroffene.

Besondere Sorge bereitet ihm die Verbreitung von Crack: „Die Droge, die mir am meisten Sorgen macht, ist Crack. Ein Zug an der Crackpfeife kann bereits zu dauerhafter Abhängigkeit führen.“ Crack verursache massive gesundheitliche Schäden und aggressives Verhalten. Im Gegensatz zu Heroin gebe es keine Substitutionstherapie, sondern lediglich Verhaltenstherapien und Psychotherapie als Optionen. „Wir haben nichts, was wir dagegenhalten können“, so Streeck.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Erde steuert laut UN auf 2,8 Grad Erwärmung zu

Die Erde steuert den Vereinten Nationen zufolge mit der aktuellen weltweiten Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zu. Jeder Bruchteil eines Grades über 1,5 Grad erhöhe das Risiko für tödliche Fluten, Hitzewellen (...).

Trump-Gesandter Witkoff reist nach Russland

Erst traf er den ukrainischen Präsidenten und europäische Verbündete in Oslo, nun geht es weiter nach St. Petersburg. Dort will US-Unterhändler Witkoff den Russen neue Friedensvorschläge vorlegen.

Hape Kerkeling: „Bleiben Sie mutig“

Der Komiker setzt sich unerbittlich für die freiheitliche Demokratie in Deutschland ein. Er sagt: Es braucht Mut, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

Hausgeburt mit Feuerwehr

Die Besatzung eines Rettungswagens wird in eine Hamburger Wohnung gerufen. Doch statt eines Krankheitsfalls erwartet sie eine Hausgeburt.