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Verbände wollen bei Grundsteuer-Reform Einspruchswelle verhindern

Das Wort «Grundsteuer» erscheint auf einem Bildschirm auf der Seite des Online-Steuerportals Elster.

Das Wort «Grundsteuer» erscheint auf einem Bildschirm auf der Seite des Online-Steuerportals Elster.

Noch ist die Frist nicht abgelaufen, um die Grundsteuererklärung abzugeben. Trotzdem liegen schon einige Einsprüche und Klagen vor. Um eine Welle zu verhindern, machen mehrere Verbände einen Vorschlag.

Montag, 30.01.2023, 15:33 Uhr

Eine Verbände-Allianz will bei der Grundsteuer-Reform eine Einspruchswelle verhindern. „Bescheide zur Feststellung des Grundsteuerwertes sollten unbedingt vorläufig erlassen werden“, heißt es laut „Bild“ in dem Schreiben des Bundes der Steuerzahler (BdSt), der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG), des Deutschen Steuerberaterverbandes (DStV) und des Eigentümerverbandes Haus & Grund, das der Zeitung vorliegt (Montag). Bis Ende Januar haben Immobilienbesitzer Zeit, ihre Grundsteuererklärung abzugeben - viele Millionen müssen noch liefern.

„Schon jetzt sind etliche Einsprüche und Klagen anhängig, die sich - aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken - erneut gegen die Berechnungsmethoden der neuen Grundsteuer richteten“, sagte Reiner Holznagel, Präsident des Bund der Steuerzahler, der Zeitung. Das Bundesverfassungsgericht hatte eine Reform gefordert, weil die Finanzämter zuletzt den Wert einer Immobilie auf der Grundlage völlig veralteter Daten kalkulierten.

Erklärtes Ziel der Allianz sei es, eine Einspruchswelle zu verhindern und somit allen Eigentümern Sicherheit zu verschaffen sowie die Finanzverwaltung und Steuerberater zu entlasten. Florian Köbler, Chef der Steuergewerkschaft DSTG, warnte vor den Folgen der Reform. „Sowohl die Finanzverwaltung als auch die Steuerberaterinnen und Steuerberater sind wegen der Grundsteuerreform und den Entlastungspaketen der Bundesregierung schon jetzt am Limit.“ Es sei zu befürchten, dass sich die Bearbeitungszeiten von Einkommensteuererklärungen verlängerten und die Steuerpflichtigen länger auf die Steuererstattung warten müssten. (dpa)

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