Tarifverhandlungen

Eine Streikweste mit der Aufschrift "Warnstreik" und dem Logo der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Foto: Stefan Sauer/ZB/dpa

Eine Streikweste mit der Aufschrift "Warnstreik" und dem Logo der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Foto: Stefan Sauer/ZB/dpa

In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten kommunaler Kitas und sozialer Dienste hat die Gewerkschaft Verdi für kommende Woche erneut zu ganztägigen Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen aufgerufen.

24.03.2022, 13:13 Uhr

Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen kündigte die Gewerkschaft für kommenden Dienstag (29. März) und Mittwoch (30. März) an. Eine zweite Verhandlungsrunde mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber war Anfang dieser Woche ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Gespräche wurden auf Mai vertagt. Bereits zum Weltfrauentag am 8. März hatte Verdi zu einem ersten Warnstreik aufgerufen.

Nach Angaben von Verdi am Donnerstag sind neue Warnstreiks und Kundgebungen etwa in Bremen, Hameln, Hildesheim, Lüneburg, Braunschweig, Stade und Verden geplant.

Mehr Personal und Gehalt gefordert

Mit den Aktionen will die Gewerkschaft den Druck in den Tarifverhandlungen für den Kita- und Erziehungsbereich erhöhen. Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und eine finanzielle Anerkennung der geleisteten Arbeit. Die Arbeitgebervereinigung VKA teilte nach der zweiten Verhandlungsrunde mit, die Vorschläge der Gewerkschaften zur Entlastung seien "realitätsfern und nicht umsetzbar".

In Niedersachsen geht es laut Verdi bei den Verhandlungen um die Arbeitsbedingungen von 20 000 Beschäftigten in Kitas, etwa 8000 Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe und rund 2100 Beschäftigten in der Behindertenhilfe. In Bremen sind demnach etwa 2200 Beschäftigte in Kitas betroffen, dazu 64 Beschäftigte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie rund 400 in der Behindertenhilfe. (dpa)

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Nach der Schlappe bei der Bürgerschaftswahl bemühen sich die Grünen um einen Neuanfang - auch mit der Wahl eines neuen Vorstands.

Das Wochenende startet am Samstag in Niedersachsen und Bremen mit herbstlichem Wetter. Tagsüber erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) viele Wolken und anhaltender Regen. Im Süden von Niedersachsen kommt zeitweise in Regenpausen die Sonne raus. Für die Küstenregionen (...).

Sebastian Hoeneß rettete den VfB Stuttgart erst vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga und führte den Club zuletzt sogar weit nach oben. Darauf ist auch sein bekannter Vater stolz.

Noch immer werden in Niedersachsen regelmäßig Geldautomaten gesprengt - allerdings mit sinkender Tendenz im Vergleich zu früheren Jahren. Bei den Taten besteht wegen einer veränderten Vorgehensweise oftmals eine größere Gefahr.

Einst stießen die Werke auf viel Widerstand, heute locken sie Massen ins Museum: Mit einer Sonderausstellung erinnert der Bremer Kunstverein an seinen Durchbruch.