TVerwaltung im Kreis Stade stellt sich neu auf
Das Kreishaus in Stade. Foto: Wisser
Stades Landrat Kai Seefried will die Kreisverwaltung reformieren und plant dafür zwei neue Ämter. Beide Ämtergründungen sind auch das Resultat von Pannen in den vergangenen Jahren.
Das neue Amt für Controlling und Verwaltungsmanagement soll unter anderem dafür sorgen, dass Vorfälle wie das Chaos in der Führerscheinstelle nicht wieder passieren können. Dort gab es einen Bearbeitungsstau, der zu monatelangen Wartezeiten führte.
Als Zweites will Landrat Seefried die Straßenbauer in der Kreisverwaltung stärken. Sie sitzen aktuell mit im Umweltamt und sollen jetzt „selbstständig“ werden und eine neue Amtsleitung bekommen. „Wir müssen hier schneller und flexibler werden“, sagt der Landrat.
Sanierungsstau bei den Straßen
Der Landkreis Stade ist Straßenbaulastträger für 380 Kilometer Kreisstraßen und 260 Kilometer Radwege. Die Unterhaltung und Instandsetzung obliegt der Straßenmeisterei Bliedersdorf und dem Stützpunkt Drochtersen. Allerdings sind viele Straßen und Radwege in einem schlechten Zustand. Es gibt immer wieder Kritik an den Ausbesserungsarbeiten, wie zuletzt bei der Kreisstraße 51, der Ortsdurchfahrt Dammhausen. Viele Sanierungen seien Stückwerk und nach kurzer Zeit sei der Zustand wieder genauso schlecht wie vor den Arbeiten, so der Tenor.
Das Umweltamt hatte vor zwei Jahren bereits die Abteilung für Abfallwirtschaft verloren. Dort gab es Probleme in der Kalkulation für die Müllgebühren. Am Ende musste der Kreis den Gebührenhaushalt sogar mit sechs Millionen Euro stützen und die Gebühren für die Verbraucher stiegen deutlich.