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Kulturstaatsminister

Weimer sagt Rundgang auf der Leipziger Buchmesse ab

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (Archivbild).

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (Archivbild). Foto: Fabian Sommer/dpa

Eigentlich sollte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mehrere Termine auf der Leipziger Buchmesse absolvieren. Wegen einer Debatte im Bundestag hat er sein Programm nun gekürzt.

Von dpa 17.03.2026, 18:15 Uhr
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Leipzig/Berlin. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat seinen Rundgang auf der Leipziger Buchmesse abgesagt. Wegen einer Debatte im Bundestag könne er nicht wie geplant diesen Termin auf der Messe wahrnehmen, teilte eine Sprecherin mit. Weimer werde zudem am Mittwochabend am Festakt zur Eröffnung der Buchmesse teilnehmen. Die Leipziger Buchmesse ist vom 19. bis 22. März für Besucher geöffnet.

Der jeweilige Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien absolviert traditionell einen Rundgang über die Leipziger Buchmesse. Das war auch für Weimer an diesem Donnerstag geplant. Zudem war er zur Eröffnung des Ukraine-Standes auf der Buchmesse eingeplant. Wegen der Bundestagsdebatte sind diese Termine nun gestrichen worden. Am Abend will Weimer in der Deutschen Nationalbibliothek an einer Diskussionsrunde zur Meinungsfreiheit teilnehmen.

Kritik der Kulturbranche am Kulturstaatsminister

Weimer war zuletzt mehrfach in die Kritik geraten. Wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ ließ er drei linke Buchläden von der Nominierungsliste für den Deutschen Buchhandlungspreis streichen. Die Auszeichnung hätte auf der Messe vergeben werden sollen. Weimer sagte schließlich die Verleihung komplett ab. Unter anderem äußerte sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kritisch zu dem Vorgehen.

Kurz darauf wurde bekannt, dass sich Weimer gegen einen lange geplanten Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig entschieden hat. Die Planungen seien wegen der unsicheren Haushaltslage des Bundes ausgesetzt, teilte ein Sprecher mit. Weimer strebe an, in Zukunft möglichst digitale Werke sammeln zu lassen. Auch hiergegen wurden zahlreiche Stimmen erhoben, die sich für den Anbau aussprachen.

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