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Krise im Maschinenbau

Weinig streicht 400 Jobs – Produktion zieht um

Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen Weinig leidet unter der Wirtschaftsflaute. (Foto Illustration)

Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen Weinig leidet unter der Wirtschaftsflaute. (Foto Illustration) Foto: Candy Welz/dpa-Zentralbild/dpa

400 Jobs stehen bei Weinig auf dem Spiel – doch was bedeutet das für die Standorte und die Beschäftigten?

Von dpa Freitag, 20.02.2026, 14:50 Uhr

Tauberbischofsheim. Der Maschinenbauer Weinig will die Produktion der Standorte Malterdingen (Kreis Emmendingen) und Alfeld (Kreis Hildesheim) schließen. Sie solle nach Illertissen und an den Stammsitz Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) gehen, teilte das Unternehmen mit. An den beiden betroffenen Standorten blieben Vertrieb, Service und Konstruktion erhalten. Von der Umstrukturierung seien voraussichtlich rund 400 Arbeitsplätze betroffen.

Der Abbau solle sozialverträglich erfolgen. Dies bedeutet etwa die Zahlung von Abfindungen, Vorruhestand oder das Setzen auf die natürliche Fluktuation. Weinig stellt Maschinen zur Holzbearbeitung her. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge Weltmarktführer in der Massivholzbearbeitung.

Die Weinig-Gruppe begründete den Stellenabbau kürzlich mit der Wirtschaftsflaute. Die aktuelle Auftragslage bleibe hinter den Erwartungen zurück. Um das Unternehmen langfristig gesund und resilient aufzustellen, seien Anpassungen der globalen Kostenstrukturen an die veränderten Marktbedingungen notwendig. Weinig beschäftigt weltweit rund 2.420 Mitarbeiter, davon rund 1.600 in Deutschland. Der Umsatz für das Jahr 2022 betrug 586 Millionen Euro. Eine aktuellere Kennzahl teilte das Unternehmen auf Anfrage nicht mit.

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