Welle von Betrugsanrufen nach Gelsenkirchener Bank-Einbruch
Nach dem spektakulären Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen versuchen Trittbrettfahrer, mit Betrugsanrufen die Verunsicherung auszunutzen Foto: Markus Gayk/dpa
Nachdem Einbrecher in einer Gelsenkirchener Sparkasse Millionen-Beute gemacht haben, häufen sich Betrugsanrufe. Die Polizei warnt vor falschen Bankmitarbeitern und gibt wichtige Hinweise zum Schutz.
Gelsenkirchen. Nach dem spektakulären Einbruch mit Millionen-Beute in einer Gelsenkirchener Sparkasse versuchen offensichtlich Trittbrettfahrer, die Ereignisse für betrügerische Anrufe auszunutzen. Es komme im ganzen Stadtgebiet vermehrt zu Betrugsversuchen am Telefon, warnte die Polizei.
Unbekannte gäben sich als Bankmitarbeiter oder Polizisten aus und fragten unter Hinweis auf den Einbruch, ob Menschen Wertgegenstände oder Bargeld zu Hause hätten. Teils versuchten sie dabei, an persönliche Daten zu kommen.
Die Polizei betonte einmal mehr, dass echte Beamte keine Wertgegenstände bei Bürger Zuhause in Verwahrung nehmen. In der Sparkasse hatten Unbekannte ein Loch in den Tresorraum gebohrt und mehr als 3.000 Kunden-Schließfächer aufgebrochen. Sie entkamen mit Beute in Millionenhöhe. Die Polizei ermittelt und hatte am Dienstag Datenträger der Sparkasse unter anderem zu den Schließfach-Kunden beschlagnahmt.
Die Auswertung beginne nun. Einen konkreten Tatverdacht gebe es noch nicht - weder gegen irgendwelche Sparkassenmitarbeiter als „Insider“ noch gegen andere Personen, teilte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. Die Sparkasse habe bei der Herausgabe der Daten mit der Behörde kooperiert, betonte die Staatsanwaltschaft.