Bauarbeiten an Elbbrücken: So lief der erste Tag für Bahn-Pendler
Wegen Bauarbeiten am Hamburger Hauptbahnhof können bis zum 22. November 2026 nur wenige Regionalzüge über die Elbe fahren. Die Fahrgäste müssen auf die S-Bahnen umsteigen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Zehntausende Reisende pendeln täglich mit der Bahn über die Hamburger Elbbrücken. Wegen Bauarbeiten können vier Wochen lang nur wenige Züge die Strecke nutzen. Wie lief es am Morgen?
Hamburg. Obwohl wegen Bauarbeiten fast keine Regionalzüge von Hamburg-Harburg über die Elbe zum Hamburger Hauptbahnhof fahren, ist im morgendlichen Berufsverkehr das befürchtete Chaos an den Bahnsteigen ausgeblieben. „Hier war alles entspannt“, sagte eine Mitarbeiterin des DB-Sicherheitsdienstes am Morgen am S-Bahn-Gleis. Die Bahnsteige seien lediglich zwischen 7.00 und 8.00 Uhr voller als üblich gewesen. „Ich vermute aber, dass es zur Feierabendzeit deutlich enger an den Gleisen werden wird.“
Am Morgen lief es bei Ankunft eines Regionalzuges an den Bahnsteigen ruhig und gesittet ab. Die Fahrgäste wechselten in die S-Bahnen Richtung Hamburger Hauptbahnhof, die im Fünf-Minuten-Takt von Harburg abfuhren.
Blaulicht
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An den Eingängen zu den S-Bahn-Gleisen standen zudem Mitarbeiter der Deutschen Bahn in roten Westen und mit großem DB-Symbol. Sie beantworteten geduldig Fragen von Menschen, die auf der Suche nach den richtigen Gleisen sind. Teils hatten sie Zeit, um beim Tragen von Koffern oder Kinderwagen zu helfen. „Zu den Stoßzeiten war ein bisschen mehr los. Da konnten wir mal kurz keine Koffer tragen“, sagt einer der beiden und lächelt.

Hamburg-Harburg ist in den kommenden Wochen für viele Pendler aus Niedersachsen nach Hamburg Start- und Endstation. Danach gehts mit der S-Bahn weiter. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
In den kommenden vier Wochen werden zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Harburg kaum Züge fahren. Grund sind Bauarbeiten an den Gleisen südlich des Hauptbahnhofs. Dort tauscht die Deutsche Bahn Weichen aus. Die Bauarbeiten werden nach Angaben einer Bahnsprecherin in unmittelbarer Nähe der Bahnsteige 11, 12, 13 und 14 durchgeführt, die vor allem von ICE und den Nahverkehrszügen von und nach Niedersachsen genutzt werden.
Start und Ende in Harburg
Fast alle Regionalexpress- und Regionalzüge sowie ein Großteil der Fernverkehrszüge fallen der Deutschen Bahn zufolge bis zum 22. November aus. Betroffen sind vor allem DB-Regionalzüge nach Cuxhaven (RE5) sowie die Metronom-Verbindungen von und nach Lüneburg/Uelzen (RE3/RB31) und Bremen/Rotenburg (RE4/RB41). Sie starten und enden am Harburger Bahnhof statt am Hauptbahnhof.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen werden alle Regionalzüge und der Großteil der Fernzüge aus dem Süden nicht nach Hamburg einfahren können. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Für die Fahrt von und zum Hauptbahnhof sollen die Reisenden die S-Bahn nutzen. Einen klassischen Schienenersatzverkehr gibt es nicht. Es wurde aber ein ergänzender Busverkehr zwischen den Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel und dem Hauptbahnhof eingerichtet. Die Busse verbinden jedoch nicht den Bahnhof Harburg mit dem Hauptbahnhof.
Bahn rät: Mehr Zeit einplanen und Hauptbahnhof meiden
Die Bahn riet Reisenden, mehr Zeit einzuplanen: „Aufgrund der umfangreichen Einschränkungen ist mit einem sehr hohen Fahrgastaufkommen zu rechnen.“ Wer kann, sollte den Hauptbahnhof in dieser Zeit meiden und stattdessen an anderen Stationen in die S-Bahnen von und nach Harburg ein- und aussteigen.
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