UPDATE
02.06.2018, 00:01
Blitz entfacht Großbrand in Düdenbüttel

DÜDENBÜTTEL. Keine Verletzten, aber ein immenser Schaden: Das ist die Bilanz eines Großfeuers in Düdenbüttel am Freitagabend.


Letztes Update am 2. Juni um 11.33 Uhr. (O-Ton von Feuerwehrsprecher Rolf Hillyer-Funke wurde hinzugefügt)

Eine hohe Rauchsäule stand um kurz vor 20 Uhr über Düdenbüttel. Bis nach Stade war sie zu sehen. Ein Blitz war in ein Reetdachhaus mit Nebengebäude eingeschlagen. Zunächst geriet der Dachstuhl in Brand, die Flammen fraßen sich aber rasch durch das Fachwerk. Nach wenigen Minuten brannte der gesamte Komplex lichterloh. Derweil zog die Gewitterfront weiter in Richtung Himmelpforten.

Die Bewohner konnten sich noch rechtzeitig ins Freie retten. Sie blieben unverletzt. Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes waren zur Sicherheit mit einem Rettungswagen nach Düdenbüttel gekommen. Sie mussten nicht tätig werden. Im Verlauf des Abends übernahmen Einsatzkräfte der Johanniter-Unfallhilfe den Bereitschaftsdienst.

Die Feuerwehren Düdenbüttel, Himmelpforten, Hammah, Mittelsdorf, Groß Sterneberg, Burweg, Heinbockel und Wiepenkathen rückten aus, um den Brand zu löschen. Verstärkung kam von der Feuerwehr Fredenbeck, die Einsatzkräfte brachten den Schlauchwagen des Landkreises mit. Feuerwehrleute von Zug II der Stader Feuerwehr fuhren mit dem kreiseigenen Abrollbehälter Atemschutz zur Einsatzstelle.

O-Ton: Feuerwehrsprecher Rolf Hillyer-Funke

Aufgrund der starken Rauchentwicklung waren zahlreiche Atemschutzgeräteträger im Einsatz. Mitarbeiter der Versorgungsbetriebe stellten die Gas- und Stromanschlüsse ab. Die Bundesstraße 73 musste während des Löscheinsatzes für mehrere Stunden gesperrt werden, Polizei und Feuerwehr leiteten den Verkehr weiträumig um. Zu größeren Behindern kam es dabei nicht.

Weil das Reetdachhaus von hohen Bäumen und Hecken umgeben ist, konnte die ebenfalls alarmierte Drehleiter von Zug I der Stader Feuerwehr nicht eingesetzt werden, erklärte Feuerwehrsprecher Rolf Hillyer-Funke. Mit Wasser bekämpften die Feuerwehrleute den Brand von allen Seiten. Dazu mussten sie mehrere Hundert Meter lange Schlauchleitungen verlegen.

Später fluteten sie das in sich zusammenfallenden Gebäude mit Schaum, um letzte Glutnester zu ersticken.  Die Ehrenamtlichen verhinderten, dass benachbarte Häuser zu Schaden kamen.  Auch die auf einer Weide hinter dem Reetdachhaus stehenden Pferde blieben unversehrt. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Nacht hin. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Eine nette Geste: Der Rewe-Markt in Himmelpforten stellten den 200 Einsatzkräften kurzerhand Getränke und Essen zur Verfügung.

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