19.03.2018, 18:42
Feuer in Mulsum - Wohnhaus brennt nieder
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MULSUM. Ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Hohenmoor bei Mulsum ist am späten Montagnachmittag in Flammen aufgegangen. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand es bereits in Vollbrand. 150 Feuerwehrleute waren mehrere Stunden im Einsatz. Wie der Brand entstanden ist, bleibt unklar.

Um 17.25 Uhr lösten die Melder der Einsatzkräfte aus. Anwohner hatten den Notruf gewählt, weil eine weithin sichtbare Rauchsäule über der entlegenen Siedlung im Hohenmoor aufstieg. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren Mulsum, Kutenholz, Fredenbeck, Essel, Bremervörde, Hesedorf und Elm, die mit insgesamt 150 Ehrenamtlichen anrückten. Hohe Flammen schlugen aus dem Fachwerkgebäude, in dem sich keine Menschen mehr befanden. Die Eternitplatten waren geborsten, Fenster zersplittert. Trümmerteile flogen umher. Die Bewohner standen unter Schock. Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes kümmerten sich um sie.

Unter schwerem Atemschutz gingen die Feuerwehrleute vor. Von allen Seiten bekämpften sie den Brand mit Wasser und Schaum. Dabei kam auch die Drehleiter der Bremervörder Feuerwehr zum Einsatz. Die Ehrenamtlichen mussten mehrere Hundert Meter Schlauchleitungen verlegen, um die Einsatzstelle mit Wasser zu versorgen. Weil die Brandstelle weit vom Dorfkern entfernt lag, förderten sie Wasser aus Gräben und richteten einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zwischen dem Brandort und den Hydranten in Mulsum ein. Die Tanks der Fahrzeuge fassen jeweils mehrere Tausend Liter.

Übergreifen auf Nebengebäude verhindert

Ein Übergreifen auf benachbarte Ställe und Scheunen konnten die Feuerwehrleute durch ihren schnellen Einsatz verhindern. Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude war jedoch nicht mehr zu retten. Es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Teile des Daches und der Wände fielen in sich zusammen. Weil er einzustürzen und auf die Straße zu fallen drohte, haben die Einsatzkräfte einen Giebel abgerissen. Feuerwehrsprecher Lukas Klempahn schätzte den entstandenen Sachschaden auf rund 200 000 Euro. Techniker des Netzbetreibers EWE wollen am heutigen Dienstag die Stromleitungen abschalten. Dabei kann es vorübergehend zu Ausfällen bei anderen Häusern im Hohenmoor kommen.

Die Löscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden hin. Eine Brandwache der Mulsumer Feuerwehr hielt vor Ort die Stellung. Verletzte waren nicht zu beklagen. Die vorsorglich mit einem Rettungswagen angerückten Einsatzkräfte der Johanniter-Unfallhilfe mussten nicht eingreifen. Frauen der Feuerwehrleute kümmerten sich bei einbrechender Dunkelheit um die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Wie der Großbrand entstehen konnte, blieb am gestrigen Abend unklar. Ermittler der Fredenbecker Polizeistation und der Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion haben die Spuren des Feuers dokumentiert. In den nächsten Tagen werden speziell geschulte Brandermittler der Polizei die Ruine unter die Lupe nehmen. Ein technischer Defekt oder Brandstiftung sind möglich. Zeugen können sich unter der Rufnummer 0 41 49/ 93 39 70 bei den Beamten melden.

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