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17.07.2018, 08:14
Feuer greift in Mulsum auf Wohnhaus über
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MULSUM. Ein Feuer hat am frühen Dienstagmorgen ein Wohnhaus in der Ortschaft Mulsum in der Gemeinde Kutenholz stark beschädigt. Der Brand brach im Carport aus und sprang dann auf das Gebäude über. Die Flammen richteten einen Schaden von 250.000 Euro an.

(Letztes Update am 17. Juli um 13.13 Uhr: Hinzugefügt wurden weitere Informationen zum Feuer und die Höhe des entstandenen Sachschadens.)

Die Bewohner entdeckten das Feuer gegen 6 Uhr. Die im Haus installierte Brandmeldeanlage hatte ausgelöst. Ein Mercedes-Kleinbus, abgestellt im Carport direkt neben dem Haus, stand in Flammen. Rasch breitete sich das Feuer aus, griff auf das Carport über. Eine Rauchwolke war weithin sichtbar. Die Stader Leitstelle löste Großalarm aus. Die Feuerwehren aus Mulsum, Kutenholz, Essel, Schwinge, Fredenbeck und Wedel und die ELW-Gruppe der Fredenbecker Samtgemeinde-Feuerwehr rückten an. Im weiteren Verlauf kam der Zug I der Stader Feuerwehr mit der Drehleiter zur Unterstützung hinzu. Rund 100 Ehrenamtliche waren bis zum Vormittag vor Ort.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte das Feuer bereits den Dachstuhl des Einfamilienhauses erreicht. Rauchschwaden stiegen unter den Pfannen empor, an einigen Stellen waren Flammen zu sehen. Wegen der starken Rauchentwicklung gingen die Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz vor. Sie konnten verhindern, dass das Gebäude komplett ausbrannte. Es ist jedoch schwer beschädigt und vorerst unbewohnbar. Um an die Glutnester zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte Teile des Daches abnehmen. Durch die bei dem Feuer entstandene Hitze gingen an einem Nachbarhaus mehrere Scheiben zu Bruch. Ein Übergreifen der Flammen konnten die Feuerwehrleute jedoch verhindern.

Niemand wird verletzt

Verletzte waren nicht zu beklagen. Die vorsorglich mit einem Rettungswagen angerückten Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes mussten nicht eingreifen. Die Hausbewohnerin war nach dem Aufstehen durch merkwürdige Geräusche auf das Feuer aufmerksam geworden, hatte sofort ihren Ehemann und den Sohn geweckt und mit ihnen gemeinsam das Haus verlassen. Während die Frau den Notruf absetzte, versuchte der Mann noch, den Brand mit einem Feuerlöscher zu löschen, was aber nicht mehr gelang.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen von Polizei und Feuerwehr zufolge auf 250 000 Euro. Warum das Feuer ausgebrochen ist, bleibt unklar. Polizeibeamte der Stader Wache und der Fredenbecker Station sowie Tatortspezialisten der Stader Inspektion haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Konkrete Ergebnisse werden aber erst nach den Recherchen der Brandexperten erwartet, die in den nächsten Tagen anlaufen werden.

 

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