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15.10.2018, 18:20
Feuer in Wohnhaus ausgebrochen
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KUTENHOLZ. Ein Großbrand hat am späten Montagnachmittag in der Gemeinde Kutenholz ein Wohn- und Geschäftshaus völlig zerstört. 180 Feuerwehrleute aus den Landkreisen Stade und Rotenburg waren über mehrere Stunden im Einsatz.

(Letztes Update am 15. Oktober um 21.34 Uhr: Weitere Informationen zum Brand hinzugefügt.)

Die Bewohner konnten das Gebäude noch rechtzeitig verlassen, es gab keine Verletzten. Der Brand ging Zeugenaussagen zufolge vom Flachdach eines ans Wohnhaus angebauten Geschäftsgebäudes, in dem eine Zeit lang ein Imbiss untergebracht war, aus. Er zog schließlich in den Dachstuhl des Wohnhauses. Nachbarn hatten das Feuer gegen 17 Uhr bemerkt und den Notruf abgesetzt. „Sie haben auch an die Fenster geklopft und damit die Bewohner auf den Brand aufmerksam gemacht“, berichtete der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr in der Samtgemeinde Fredenbeck, Lukas Klempahn. Die Familie konnte sich rechtzeitig ins Freie begeben. Binnen weniger Minuten breitete sich das Feuer immens aus. Rauchsäule und Brandgeruch waren aus mehreren Kilometern Entfernung wahrnehmbar.

Das gesamte Kutenholzer Ortszentrum war verqualmt. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises alarmierte ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten. Einsatzkräfte aus allen Feuerwehren der Samtgemeinde Fredenbeck, aus der Nachbargemeinde Farven im Landkreis Rotenburg sowie aus der Kreisstadt Stade waren vor Ort. Vor allem Atemschutzgeräteträger waren gefordert. Die Feuerwehrleute bekämpften den Brand auch von der Drehleiter von Zug I der Stader Feuerwehr. Wegen der starken Rauchentwicklung brachten die Wechselladermaschinisten vom Zug II einen Spezialcontainer der Kreisfeuerwehr mit zusätzlichen Atemluftflaschen nach Kutenholz. Insgesamt waren 180 Ehrenamtliche im Einsatz.

Blick von der Drehleiter: An mehreren Stellen schlugen Flammen aus dem Dach, das nun völlig zerstört ist. Foto: Vollmers

Durch ihr schnelles Eingreifen konnten die Feuerwehrleute ein Übergreifen der Flammen auf hinter dem Brandhaus liegende Garagen und umliegende Wohnhäuser verhindern. Verletzte waren nicht zu beklagen. Die mit Rettungswagen angerückten Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes und die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Rettungsdienstbereitschaft der Johanniter-Unfallhilfe mussten nicht eingreifen. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwendig. Die Ehrenamtlichen verlegten mehrere Hundert Meter lange Schlauchleitungen. Außerdem mussten sie Gasflaschen, die im Innenhof lagerten, aus dem Gefahrenbereich bringen. Das Gebäude an der Kreuzung Neue Straße/Hauptstraße ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar.

Die Löscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden hin. Feuerwehr und Polizei sperrten den Brandort weiträumig ab, dabei kam es kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen. Der Einsatzleiter, Gemeindebrandmeister Sven Dammann, bezifferte den Sachschaden auf mindestens 200 000 Euro. Der Gebäudekomplex darf vorerst nicht betreten werden. Auch das Ladengeschäft wird heute von der Familie genutzt, die in dem angrenzenden Wohnhaus lebt. Warum das Feuer ausgebrochen ist, das blieb bis Redaktionsschluss unklar.

Beamte der Fredenbecker Polizeistation und der Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion haben erste Spuren des Feuers dokumentiert. Weitergehende Erkenntnisse werden aber erst nach den Recherchen der Brandexperten der Stader Polizei erwartet, die sich die Ruine in den kommenden Tagen ansehen werden. Zeugen werden gebeten, sich bei der Fredenbecker Polizeistation unter der Rufnummer 0 41 49/ 93 39 70 zu melden.

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