15.03.2019, 09:05
Unfall bei Fredenbeck: BMW bei Aufprall in zwei Teile gerissen

FREDENBECK. Wer die Bilder sieht, kann kaum glauben, dass der Fahrer nahezu unverletzt blieb: Ein Kutenholzer ist am Freitagmorgen auf der K 70 gegen einen Baum geprallt, das Auto riss in zwei Teile. Bei den Rettungskräften wurden Erinnerungen an einen Unfall von 2012 geweckt.

Der junge Mann überlebte die Kollision wie durch ein Wunder nahezu unverletzt. Das Unglück ereignete sich gegen 6 Uhr. Der Kutenholzer war in einem Kombi der BMW-3er-Reihe auf der regennassen Kreisstraße 70 in Richtung Fredenbeck unterwegs. In einer leichten Linkskurve verlor er die Kontrolle über den Wagen, geriet nach rechts in den Grünstreifen, überfuhr zwei Leitpfosten und prallte gegen eine Birke.

Dabei wurde der Stamm mit Wurzelwerk aus dem Boden gerissen. Der Pkw brach in zwei Teile. Während die Fahrerkabine mit dem Motorblock auf das Feld flogen, blieb der zertrümmerte Rest der Karosserie dicht beim Baum liegen. Weitere Teile des Autos lagen in einem Radius von Dutzenden Metern verstreut.

Fahrer nahezu unverletzt

Ersthelfer, unter ihnen ein Feuerwehrmann aus Kutenholz, kümmerten sich um den jungen Mann. Der Unfallfahrer kam offenbar mit einem Schock und leichten Prellungen, verursacht durch den bei der Kollision straffgezogenen Gurt, davon. „Er ist alleine aus dem Wrack ausgestiegen und hat erst einmal eine Zigarette geraucht“, berichtet Feuerwehrsprecher Lukas Klempahn. Nur widerwillig habe sich der 22-Jährige von Notarzt und Notfallsanitätern untersuchen lassen. Schließlich brachten sie ihn im Rettungswagen ins Stader Krankenhaus.

Die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes, ein Notarzt vom Stader Elbe Klinikum sowie die Feuerwehr aus Fredenbeck rückten aus. Auch Beamte der Stader Polizei waren vor Ort. Die Kreisstraße 70 (Dinghorner Straße) war im Kurvenbereich für rund zweieinhalb Stunden gesperrt, der Verkehr umgeleitet. Zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht. Gegen 8 Uhr hievten die Mitarbeiter eines Abschleppdienstes die Wrackteile mit einem Kran auf ihren Lkw.

In einem Bereich von mehreren Hundert Metern rund um die Unfallstelle war die Straße, teilweise auf beiden Fahrspuren, durch Betriebsstoffe verunreinigt. Der seifige Schmierfilm stammt nicht von dem völlig deformierten BMW. Die Feuerwehrleute begannen, die Ölspur abzustreuen. Dabei bekamen sie Unterstützung von der Straßenmeisterei des Landkreises. Ob in der Verunreinigung der Straße auch die Ursache für den Unfall liegt, lässt sich noch nicht sagen. Die Polizisten haben das Wrack in Augenschein genommen und die Spuren dokumentiert. Im Zuge ihrer Ermittlungen wollen sie den Unfallhergang rekonstruieren. Dafür sind sie auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Hinweise nimmt die Polizeistation Fredenbeck unter der Rufnummer 0 41 49/ 93 39 70 entgegen. Polizeisprecher Rainer Bohmbach bittet insbesondere auch Zeugen, die den BMW kurz vor dem Zusammenstoß mit dem Baum gesehen haben, sich zu melden.

Bei dem Unfall wurde der BMW 3er in zwei Teile zerrissen.

Bei den Fredenbecker Feuerwehrleuten kamen Erinnerungen an einen schrecklichen Verkehrsunfall im November 2012 hoch. Keine 100 Meter von der Unfallstelle entfernt waren ein Mädchen (14) und zwei Jungen (16) ums Leben gekommen, als ein Kutenholzer (19) mit überhöhter Geschwindigkeit in der Kurve die Kontrolle über seinen VW Golf verlor und das Auto gegen einen Baum prallte.

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