03.01.2018, 09:27
Wohnhaus in Fredenbeck bei Großbrand zerstört
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FREDENBECK. Ein Wohnhaus im Zentrum der Gemeinde Fredenbeck ist am frühen Mittwochmorgen in Flammen aufgegangen. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beträgt mindestens 250.000 Euro. 150 Einsatzkräfte von neun Wehren bekämpften den Brand.

Um 4.17 Uhr lösten die Melder aus. Die Bewohner eines Hauses am Falkenweg mitten in der Gemeinde Fredenbeck hatten einen Brand in ihrem Wintergarten bemerkt und den Notruf gewählt. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren Fredenbeck und Deinste. Als die ersten Einsatzkräfte wenig später vor Ort eintrafen, stand der Wintergarten bereits lichterloh in Flammen. Sie forderten umgehend Verstärkung an.

Nun rückten auch Feuerwehrleute aus Schwinge und Wedel an. Heller Feuerschein wies ihnen den Weg. Die Flammen waren inzwischen trotz starken Regens vom Wintergarten auf den Dachstuhl übergesprungen. Im Haus loderte das Feuer. Der Wind blies in starken Böen und beschleunigte so die Ausbreitung des Brandes. Die Feuerwehrleute löschten von allen Seiten, teilweise gingen sie unter schwerem Atemschutz vor.

150 Einsatzkräfte sind im Löscheinsatz

Um auf ausreichend Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle zurückgreifen zu können, kamen Kräfte der Feuerwehren Helmste, Aspe, Mulsum und Kutenholz zur Unterstützung. Gerätereserven brachte der Atemschutz-Container der Kreisfeuerwehr. Insgesamt waren rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz.

Von der Drehleiter von Zug II der Stader Feuerwehr aus konnten die Brandschützer das Dach ablöschen. Sie nahmen Teile des Daches ab, um zu den Glutnestern vorzustoßen. Damit sie mit der Drehleiter zum Zentrum des Brandes vordringen konnten, mussten die Einsatzkräfte Bäume im Garten absägen.

Damit die Drehleiter eingesetzt werden kann, müssen Bäume im Garten weichen. Foto: Beneke

Die Bewohner hatten sich noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Verletzte waren nicht zu beklagen. Die vorsorglich angerückten Notfallsanitäter der DRK-Rettungswache in Stade, die später von ehrenamtlichen Kollegen der DRK-Bereitschaft abgelöst wurden, mussten nicht eingreifen. Nachbarn versorgten die Einsatzkräfte mit Kaffee und kalten Getränken.

Das Feuer hat den Wintergarten und den Dachstuhl völlig zerstört, Löschwasser ist in sämtliche Bereiche des Gebäudes eingedrungen. Ein im Garten abgestellter Anhänger und zwei Oldtimer-Motorräder in der Garage nahmen schweren Schaden. Der Fredenbecker Gemeindebrandmeister Sven Dammann schätzte den Sachschaden auf mindestens 250 000 Euro.

Brandursache ist laut Polizei noch unklar

Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Häuser in der dicht bebauten Wohnsiedlung konnten die Feuerwehrleute verhindern. An einem angrenzenden Gebäude sind lediglich Scheiben geborsten. Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Eine Brandwache blieb zunächst vor Ort.

Wie der Brand entstanden ist, konnte Polizeisprecher Rainer Bohmbach am Dienstag noch nicht sagen. Die Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion hat die Spuren des Feuers dokumentiert. Speziell geschulte Brandexperten werden die Ruine in den kommenden Tagen eingehend unter die Lupe nehmen.

Fehlalarm in Apensen

APENSEN. Während die Feuerwehrleute in Fredenbeck das brennende Wohnhaus löschten, gab die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Alarm für die Feuerwehr Apensen. In der Seniorenresidenz an der Buxtehuder Straße in Apensen hatte um 4.42 Uhr die Brandmeldeanlage ausgelöst. Als die Einsatzkräfte in der Betreuungseinrichtung eintrafen, stellten sie fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Ein Bewohner hatte einen Handdruckmelder betätigt und damit den Einsatz ausgelöst. Er befand sich jedoch nicht in Gefahr. Es gab keinen Brand, sodass die Feuerwehrleute alsbald wieder abrücken konnten.

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