Schüsse vor Scheeßeler Fitnessstudio – Mann zieht Messer in Supermarkt
Eine Schreckschusswaffe soll vor einem Scheeßeler Fitnessstudio abgefeuert worden sein (Symbolbild). Foto: Oliver Killig/dpa/Archivbild
Im Kreis Rotenburg muss die Polizei mehrfach ausrücken: In Scheeßel wird geschossen, in Rotenburg ein Mann bedroht. Und in Sittensen gerät eine Frau an Betrüger. Der Blaulicht-Report.
Landkreis Rotenburg. Mehrere Einsätze forderten die Polizei im Landkreis Rotenburg:
Kleinanzeigen-Betrug
Bereits am Sonntagnachmittag (1. Februar 2026) wurde die 82-jährige Frau in Wohnste (Samtgemeinde Sittensen) von Betrügern um einen vierstelligen Betrag erleichtert. Das teilt Rotenburgs Polizeisprecher Marvin Teschke mit.
Die Seniorin hatte über ein Online-Kleinanzeigenportal Schmuck zum Verkauf angeboten. Ein vermeintlicher Kaufinteressent übersandte ihr einen Link zu einem angeblich sicheren Bezahlsystem. „Nachdem die Frau dort ihre Daten eingegeben hatte, stellte sie eine unberechtigte Abbuchung von ihrem Konto fest“, berichtet Teschke.
Die Polizei rät im Umgang mit Online-Verkaufsplattformen:
- Nutzen Sie ausschließlich die offiziellen Bezahlfunktionen der
- Plattform.
- Öffnen Sie keine zugesandten Links oder QR-Codes für die
- Kaufabwicklung.
- Geben Sie keine sensiblen Konto- oder Zugangsdaten preis.
- Brechen Sie den Kontakt ab, wenn Ihnen etwas ungewöhnlich
- erscheint, und informieren Sie Ihre Bank und die Polizei.
Schreckschusswaffe abgefeuert
Am Montagabend (2. Februar 2026) gegen 21.42 Uhr soll es laut Teschke in Scheeßel in der Bahnhofstraße vor einem Fitnessstudio zu einer Schussabgabe aus einer Schreckschusswaffe gekommen sein. „Einsatzkräfte überprüften den Sachverhalt und fanden eine Patronenhülse“, sagt der Polizeisprecher.
Gegen die bislang unbekannte Person wurde ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Jetzt bittet die Polizei Rotenburg Zeugen des Vorfalls, sich unter 04261-9470 zu melden.
Mann bedroht Supermarktkunden mit Messer
Wenige Stunden früher, am späten Montagnachmittag, musste die Rotenburger Polizei zu einem Supermarkt in der Harburger Straße ausrücken.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen betrat ein 40-jähriger Mann das Geschäft mit einem Springmesser in der Hand. Er soll gezielt auf einen 37-jährigen Kunden zugegangen sein und diesen bedroht haben. Anschließend flüchtete er vom Tatort.
Die alarmierten Polizisten konnten den Beschuldigten unweit des Supermarktes stellen. Er führte zwei Messer mit sich, die von der Polizei sichergestellt wurden. Der Mann sei alkoholisiert gewesen, so Teschke. „Nach ersten Erkenntnissen kannten sich die beiden Männer.“
Mögliches Motiv für die Drohung könnte ein Streit zwischen den zwei Männern sein. Der Anlass: Der 37-Jährige soll nach Auffassung des Beschuldigten in Gegenwart von Kindern geraucht haben. Die Ermittlungen dauern an. (set/pm)
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