Spritztour endet im Graben: 15-Jähriger flüchtet mit Omas Auto vor Polizei
Bei Glatteis ist ein 15-Jähriger mit dem Auto seiner Oma vor der Polizei geflüchtet und im Graben gelandet. (Symbolbild) Foto: Daniel Karmann/dpa
Ein junger Tostedter schnappt sich das Auto seiner Oma für eine Spritztour mit einem Freund. Ein Lkw-Fahrer lässt sich von seinem Navi in die Irre führen. Der Blaulicht-Report aus dem Kreis Harburg.
Tostedt. Ein 15-Jähriger ist mit dem Auto seiner Großmutter im Landkreis Harburg vor der Polizei geflüchtet und im Graben gelandet. Der Jugendliche hatte sich das Fahrzeug für eine Spritztour mit einem Freund genommen. Die Polizei wollte das Auto in der Nacht zum Samstag in Tostedt kontrollieren. Doch nach dem Einschalten des Anhaltesignals und Blaulicht beschleunigte der junge Fahrer den Wagen auf teils mehr als 90 Kilometer pro Stunde - und das bei vereister Fahrbahn, wie die Polizei mitteilte.
Der 15-Jährige fuhr dann mit dem Auto auf ein Feld und landete schließlich im Graben. Beim Aufprall verletzten sich beide Fahrzeuginsassen laut Polizei leicht. Gemeinsam mit seinem 16 Jahre alten Beifahrer flüchtete der Jugendliche zu Fuß. Die Beamten schnappten jedoch beide nach kurzer Fahndung. Die Polizei leitete gleich mehrere Strafverfahren gegen den 15-Jährigen ein.
Autofahrerin gefährdet Kunden auf Tankstelle in Hittfeld
In Seevetal-Hittfeld rief der Tankwart der Aral-Tankstelle am Samstag gegen 4.30 Uhr den Notruf der Polizei: Eine Frau sei auf dem Tankstellengelände mit ihrem Pkw auf drei Personen zugefahren.
Die alarmierten Polizisten trafen die 62-Jährige noch vor Ort an. „Sie befand sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand“, teilt die Polizeiinspektion Harburg mit. Nach Zeugenaussagen sei die Frau auf die drei am Nachtschalter wartenden Heranwachsenden zugefahren. Diese hätten ausweichen können und sich danach in den Tankstellenshop geflüchtet.
Die genauen Umstände der Tat müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Die 62-Jährige wurde vorübergehend in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Verletzt wurde niemand.
Lkw-Fahrer vertraut zu sehr aufs Navigationsgerät
Am Samstag, gegen 10.30 Uhr, meldete ein Zeuge der Polizei in Seevetal, dass eine Sattelzugmaschine samt Auflieger in der Straße „Am Klärwerk“ in Glüsingen von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Schranke gefahren sei. Gegenüber den eingesetzten Beamten erklärte der 29-jährige, ortsunkundige Fahrer, dass ihm sein Navigationsgerät die Fahrtroute vorgegeben habe. In der Feldmark sei er dann auf schneeglatter Fahrbahn beim Abbiegen von der Straße gerutscht. Der Lkw musste durch eine Spezialfirma geborgen werden, blieb aber, bis auf einige Kratzer, unbeschädigt.
Betrunken in den Straßengraben gefahren und geflüchtet
In den frühen Morgenstunden des Sonntags (1. Februar 2026) meldeten Zeugen der Polizei Winsen eine männliche und augenscheinlich betrunkene Person, die mit ihrem Pkw in der Elbuferstraße in Marschacht in einen Straßengraben gefahren sein soll. Der Fahrer würde sich fußläufig von dort entfernen. „Aufgrund der guten Personenbeschreibung konnte der 28-Jährige nach einem Fluchtversuch gestellt werden“ heißt es in der Pressemitteilung.
Ein Atemalkoholtest habe den Verdacht der Zeugen bestätigt: 1,23 Promille habe das Gerät angezeigt.
Durch einen Arzt wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen und der Führerschein durch die Polizisten beschlagnahmt. Den jungen Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen einer Trunkenheit im Straßenverkehr. (set/pm/dpa)
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