Feuer bricht in Scheune in Oldendorf aus - 64-Jähriger leicht verletzt
Einsatzkräfte der Feuerwehren löschen, kontrollieren und überprüfen die vom Feuer betroffenen Bereiche im Bereich der Scheune des Gebäudes in Oldendorf. Foto: Feuerwehr Oldendorf
Am Samstagabend drohten Flammen auf einen Gebäudekomplex in Oldendorf überzugreifen. Ein Hausbewohner versuchte noch, das Feuer selbst zu löschen, und wurde dabei verletzt.
Oldendorf. Gegen 19.20 Uhr meldete der Bewohner eines Wohnhauses mit angrenzender Garage und Lagerscheune ein Feuer in der Schützenstraße.
64-jähriger Bewohner atmet Rauchgase ein
„Während sich die alarmierten Feuerwehren, sowie Rettungsdienst und Polizei auf den Weg zur Einsatzstelle machten, unternahm der Eigentümer des betroffenen Gebäudes eigene Löschversuche“, berichtet Feuerwehrsprecher Rolf Hillyer-Funke.
Dabei erlitt der 64-Jährige nach Feuerwehr- und Polizeiangaben leichte Verletzungen; er atmete Rauchgase ein. Der Rettungsdienst brachte ihn nach der Erstversorgung ins Krankenhaus. Seine 62-jährige Ehefrau blieb den Angaben zufolge unverletzt.
Feuerwehr: Stromverteilung soll Brand ausgelöst haben
Was war passiert? Im Bereich der Scheune und Garagen sei die Stromverteilung in Brand geraten, so Hillyer-Funke. Das soll zur Rauchentwicklung geführt haben.
„Die Herausforderung für die Einsatzkräfte der Feuerwehren bestand darin, das Feuer zu löschen und insbesondere die Bereiche zu lokalisieren, in denen sich das Feuer ausgebreitet hatte“, erklärt der Feuerwehrsprecher.

Insgesamt rückten mehr als 80 Feuerwehrleute bei dem Einsatz aus. Foto: Feuerwehr Oldendorf
Trupps drangen unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und mussten Decken- und Wandverkleidungen entfernen, um brennende Bereiche ablöschen zu können. Mit Hilfe von Wärmebildkameras mussten vom Boden aus und von der Drehleiter aus größere Bereiche abgesucht werden, um verborgene Glutnester entdecken zu können. Teilweise mussten Außenverkleidungen und Wandisolierungen abgerissen werden, um glimmende Bereiche ablöschen zu können.
Den mehr als 80 Feuerwehr-Einsatzkräften gelang es, eine Ausbreitung des Feuers und damit Schlimmeres zu verhindern.
Polizei schätzt den Schaden auf circa 50.000 Euro
Durch den Brand und den Rauch entstand dennoch hoher Sachschaden, den die Polizei auf circa 50.000 Euro schätzt. Beamte haben die ersten Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. „Genaue Ergebnisse werden aber erst nach den in der kommenden Woche anlaufenden Recherchen der Brandexperten der Polizeiinspektion Stade erwartet“, sagt der Polizeisprecher.
Alarm wurde für die Ortsfeuerwehren Oldendorf, Blumenthal, Burweg, Estorf und Himmelpforten sowie für die Drehleiter vom Zug 1 der Feuerwehr Stade ausgelöst. Der Rettungsdienst setzte zwei Rettungswagen ein. Die Feuerwehrkreiseinheit Messen und Spüren kam ebenfalls zum Einsatz, um Schadstoffmessungen vorzunehmen und die anderen Einsatzkräfte zu unterstützen. (bat/pm)
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