10.07.2018, 21:22
Zwei Lagerhallen in Kutenholz bei Großbrand vernichtet

KUTENHOLZ. Zwei Lagerhallen am Rand der Gemeinde Kutenholz sind am Dienstagabend in Flammen aufgegangen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr konnte verhindern, dass der Brand auf eine Asylunterkunft und eine Düngemittelfabrik übergriff.

(Letztes Update am 10. Juli um 23.04 Uhr: Es wurden Details zum Brand hinzugefügt.)

Rauchwolken stiegen gegen 19.20 Uhr von dem Grundstück am Ostlandring in den Himmel. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle löste einen Großalarm aus. Die Feuerwehren aus Kutenholz, Mulsum, Aspe, Essel und Fredenbeck rückten aus. Die Bremervörder Brandschützer eilten mit ihrer Drehleiter zur Hilfe. Der Fernmeldezug der Stader Kreisfeuerwehr zur Koordination des Funkverkehrs an der Einsatzstelle war ebenso alarmiert wie die Umweltgruppe der Kreisfeuerwehren aus den Kreisen Stade und Rotenburg, da sich in einem angrenzenden Gebäude eine Düngemittelfabrik befindet und direkt neben den Brandobjekten Düngerpaletten lagerten.

„Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, standen die beiden miteinander verbundenen Lagerhallen bereits in Vollbrand“, sagte der Sprecher der Feuerwehren in der Samtgemeinde Fredenbeck, Lukas Klempahn. Dichter Rauch umhüllte das Grundstück, sodass die direkten Löscharbeiten zunächst nur unter schwerem Atemschutz erfolgen konnten. Den 150 Ehrenamtlichen gelang es, ein Überspringen der Flammen auf die Düngemittelfabrik und die Asylunterkunft, die jeweils nur wenige Meter von den brennenden Hallen entfernt stehen.

Verletzte waren nicht zu beklagen, die mit Rettungswagen angerückten Notfallsanitäter vom hauptamtlichen Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuz und der ehrenamtlichen Bereitschaft der Johanniter-Unfallhilfe mussten nicht eingreifen. Die Asylbewerber konnten in ihren Zimmern bleiben. Auch auf dem Hof gelagerte Düngemittel konnten die Einsatzkräfte vor den Flammen bewahren. Die vorsorglich alarmierte Analytik Task Force der Hamburger Berufsfeuerwehr, die Messungen von Schadstoffen in der Luft vornehmen sollte, kam nicht mehr zum Einsatz.

Nach einer Dreiviertelstunde war das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden hin, eine Brandwache blieb über Nacht vor Ort. Feuerwehrsprecher Klempahn bezifferte den Sachschaden nach ersten, vorläufigen Schätzungen auf rund 150 000 Euro. Die Hallendächer waren in sich zusammengefallen, auch die Grundmauern nahmen augenscheinlich Schaden. Die Gebäude waren erst vor wenigen Monaten saniert und neu eingedeckt worden. Eine nebenan stehende, ebenfalls gerade renovierte Halle, trug keinen Schaden davon.

Polizei und Feuerwehr sperrten die Kreisstraße 2 für den Verkehr, zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht. Beamte der Fredenbecker Polizeistation und der Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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