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Feuerwehr löscht Flächenbrand in Goldbecker Heide

Durch schnelles Eingreifen hatte die Feuerwehr den Flächenbrand in der Heide schnell unter Kontrolle. Foto: Feuerwehr

Durch schnelles Eingreifen hatte die Feuerwehr den Flächenbrand in der Heide schnell unter Kontrolle. Foto: Feuerwehr

Die Gefahr von Buschbränden im Landkreis nimmt zu. Der  Deutsche Wetterdienst ruft derzeit Warnstufe 3 von 5 aus. Niedersachsens Umweltminister sieht Auswirkungen des Klimawandels.

Freitag, 17.06.2022, 21:16 Uhr

Die Feuerwehren aus Goldbeck und Apensen mussten am Feitag zu einem Flächenbrand in die Goldbecker Heide ausrücken. Wie die Feuerwehr mitteilte, brannten im Buschwerk circa 50 Quadratmeter. Durch das schnelle Eingreifen sei eine Ausbreitung des Feuers jedoch verhindert worden, hieß es.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat wegen der anhaltenden Trockenheit seinen Warnstufenindex für Wald- und Buschbrände angepasst. Vor allem im Südkreis gilt demnächst derzeit Warnstufe 3 von 5. Erhöhte Vorsicht im Wald sei geboten, unachtsam weggeworfene Zigarettenstummel könnte verheerende Folgen haben.

Die höchste Warnstufe gilt derzeit in Brandenburg. Dort brannten am Freitag 60 Hektar. 

Gesundheitsministerin ruft wegen warmer Temperaturen zur Vorsicht auf

Angesichts der warmen Temperaturen in den kommenden Tagen sieht Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) insbesondere für ältere Menschen und Kinder Gefahren. Diese bemerkten beispielsweise einen Flüssigkeitsmangel häufig nicht rechtzeitig, sagte die Ministerin in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung. Bei einer Hitzewelle steige zudem die Gefahr von Herz-Kreislauf-Problemen.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind am Sonnabend in Niedersachsen Temperaturen von bis zu 34 Grad möglich, in Ostfriesland wird es mit 23 Grad deutlich kühler. Am Sonntag soll es laut DWD noch bis zu 30 Grad warm werden im Bundesland. Anfang kommender Woche soll es dann etwas abkühlen – dann sind noch Temperaturen bis 24 Grad vorhergesagt.

Hitzetage in Niedersachsen nehmen zu

Umweltminister Olaf Lies (SPD) betonte, dass man anfangen müsse, sich auf die immer deutlicheren Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Dabei gehe es etwa darum, sorgsamer mit Wasser umzugehen. Wenn viel Wasser da sei, müsse es besser gespeichert werden, um darauf in trockenen Perioden zurückgreifen zu können.

Seit 1951 hat die Anzahl der Hitzetage in Niedersachsen im Schnitt von 2,8 Tagen auf rund sieben Tagen pro Jahr zugenommen. Zwischen den Jahren 2071-2100 ist sogar - wenn keine massive Klimaschutzmaßnahmen ergriffen werden - mit weiteren rund 14 Hitzetagen pro Jahr zu rechnen. Das Rekordjahr war das Jahr 2018 mit 19 Hitzetagen.

Lies sieht vor diesem Hintergrund zunehmenden Handlungsdruck: „Die Zeit der gemäßigten Sommer ist vorerst vorbei. Diese Zahlen zeigen sehr deutlich: Wir müssen mehr tun für den Klimaschutz und wir müssen jetzt anfangen, uns besser auf die immer deutlicher zu Tage tretenden Folgen des Klimawandels vorzubereiten.“

Für Niedersachsens Städte brauche es über die akuten Maßnahmen für dieses Wochenende hinaus vor allem bauliche Maßnahmen, um die Städte natürlicher und damit auch resilienter zu gestalten, so Lies weiter: „Mit Hilfe von blau-grünen Infrastrukturen, also der Schaffung von Wasser- und Grünflächen, aber auch grünen Fassaden und Dächern, sowie dem Pflanzen von Bäumen könne das Klima in der Stadt verbessert werden und für Kühlung und Verschattung gesorgt werden.“

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