Samstag, 24.04.2021, 18:00 Uhr

Großeinsatz: Feuerwehren retten Hof bei Deinste

An die 170 Feuerwehrleute waren am Sonnabend im Einsatz.

DEINSTE. Großalarm am Sonnabendnachmittag in der Samtgemeinde Fredenbeck: Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am Rand der Gemeinde Deinste ist gegen 15 Uhr ein Brand ausgebrochen. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Um 15.05 Uhr alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle die Feuerwehren aus Deinste, Helmste, Wedel, Fredenbeck, Schwinge, Mulsum und Hagen. 170 Freiwillige aus sieben Feuerwehren waren über Stunden im Einsatz. Beim Eintreffen der ersten Brandbekämpfer quoll bereits dichter schwarzer Rauch aus allen Fenstern der Wohnung im Erdgeschoss des Haupthauses an der Straße Rehn-Campe, berichtet Feuerwehrsprecher Lukas Klempahn. Eine Durchzündung habe unmittelbar bevorgestanden.

Unter schwerem Atemschutz gingen die Feuerwehrleute vor. Von innen und von außen bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer. Sie hatten den Brand schnell unter Kontrolle und konnten verhindern, dass die Flammen von dem etwa zehn Mal zwanzig Meter großen Gebäude auf eine angebaute Scheune mit Heulager übergreifen konnten. Auch ein reetgedecktes Wohnhaus in unmittelbarer Nachbarschaft konnte geschützt werden.

Wohnung im Erdgeschoss ist unbewohnbar

Die Feuerwehrleute rissen Zwischendecken ein, um letzte Glutnester abzulöschen. Sie kontrollierten mit einer Wärmebildkamera alle Bereiche des Gebäudes. Kokelnde Holzteile mussten ins Freie gebracht und dort abgelöscht werden. Mehrere Hundert Meter lange Schlauchleitungen mussten zu zwei Hydranten verlegt werden, einer davon befand sich im Deinster Ortskern. Später wurde das Gebäude belüftet. Am Abend konnten die letzten Feuerwehrleute abrücken.

Die Wohnung im Erdgeschoss ist nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner hatten sich gerade noch rechtzeitig selbst in Sicherheit bringen können. Sie wurden von den ebenfalls alarmierten Notfallsanitätern des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes sowie einem Notarzt der Stader Elbe Kliniken betreut. Ein Bewohner kam vorsorglich im Rettungswagen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.

Über den Türen zeugen tiefschwarze Rußablagerungen von der Intensität des Feuers. Durch ihr schnelles Eingreifen konnten die Feuerwehrleute das landwirtschaftliche Anwesen mit Heulager sowie ein benachbartes Reetdachhaus retten. Fotos: Klempahn

Brandursache unklar

Im weiteren Verlauf des rund dreistündigen Einsatzes übernahm die ehrenamtliche Rettungsdienstbereitschaft der Johanniter-Unfallhilfe aus Stade die Absicherung der Feuerwehrleute. Die Straße Rehn-Campe war zeitweise voll gesperrt, zu größeren Behinderungen kam es nicht.

Tiefschwarze Rußablagerungen an der Außenfassade zeugen von der Intensität des Brandes. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr am Sonnabend keine Angaben machen. Wie es zu dem Brand gekommen ist, blieb am Wochenende unklar. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Beamte des Einsatz- und Streifendienstes sowie der Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion haben die Spuren des Feuers dokumentiert. Weitergehende Erkenntnisse werden von den Recherchen der Brandexperten der Polizei erwartet, die sich in den kommenden Tagen ein Bild vor Ort machen wollen.

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