Deutsche produzieren mehr Müll als die meisten anderen Länder
Ein junger Mann schüttet Abfall in eine Mülltonne. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
632 Kilogramm Abfall entsorgt durchschnittlich jeder Deutsche. Die Menge an Müll hat trotz aller Klimaschutz-Bekundungen in den vergangenen Jahren zugenommen.
Menschen in Deutschland produzieren mehr Müll als Bürger in den meisten anderen EU-Ländern. Das geht aus Daten der Statistikbehörde Eurostat zu kommunalen Abfällen hervor, die am Montag veröffentlicht wurden. Demnach entsorgte jede Person in Deutschland 2020 im Durchschnitt 632 Kilogramm. Das waren 67 Kilogramm mehr als 2005. Mehr Müll als in Deutschland produzierten 2020 nur die Menschen in Dänemark (845), Luxemburg (790) und Malta (643).
EU-Vergleich: Menschen in Deutschland produzieren überdurchschnittlich viel Müll
Sieben Mitgliedstaaten schafften es in dem Jahr, die Pro-Kopf-Menge der kommunalen Abfälle im Vergleich zu 1995 zu verringern - allen voran Bulgarien, Ungarn und Slowenien. Eurostat schrieb, dass die Unterschiede beim Müll verschiedene Verbrauchsmuster und auch den wirtschaftlichen Reichtum der Länder widerspiegelten. Außerdem gebe es Unterschiede, wie der Müll gesammelt werde und was außer Haushaltsmüll zu den kommunalen Abfällen zähle.
Insgesamt wurden in der EU 2020 rund 225,7 Millionen Tonnen Müll von Haushalten und Unternehmen entsorgt - ein Prozent mehr als im Vorjahr und 14 Prozent mehr als 1995. Fast ein Drittel des Abfalls sei recycelt worden, ein Anstieg von 44 Prozent im Vergleich zu 1995. (dpa)
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Ein Radlader schiebt Restmüll in einer Deponie zusammen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa