Zähl Pixel
Trockenheit

Waldbrandgefahr: Höhere Warnstufe im Kreis Stade ausgerufen

Die Feuerwehren im Landkreis warnen seit Anfang April vor der Brandgefahr im Wald. Foto: Archiv/Feuerwehr

Die Feuerwehren im Landkreis warnen seit Anfang April vor der Brandgefahr im Wald. Foto: Archiv/Feuerwehr

Regen? – Fehlanzeige! Das trockene Wetter der vergangenen Wochen birgt Gefahren für Mensch und Natur.

Dienstag, 10.05.2022, 12:51 Uhr

Angesichts des trockenen Wetters ruft Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast Waldbesucher zur Vorsicht auf. Eine achtlos weggeworfene Zigarette reiche, um einen Waldbrand auszulösen, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag laut einer Mitteilung. Insbesondere die trockene Vegetation des Vorjahres sei jetzt leicht entzündlich. Ein Großteil der Brandursachen sei menschengemacht.

Für fast das gesamte Landesgebiet gelte laut Deutschem Wetterdienst die Warnstufe 3 von 5, in der Ostheide sogar die höchste Warnstufe. Im Kreis Stade lag die Warnstufe Ende April noch bei 2, jetzt ist sie erhöht worden.

Waldbesucher sollten vor allem die Zufahrtswege zu den Wäldern für Feuerwehrfahrzeuge freihalten. Zur Betankung von Löschfahrzeugen in der Lüneburger Heide sollen neue mobile Transportbehälter angeschafft werden, hieß es. Außerdem solle das kameragestützte Waldbrandfrüherkennungssystem in Lüneburg ausgebaut und modernisiert werden.

Landwirte in Niedersachsen besorgt wegen der Trockenheit

Eine Sonderagrarministerkonferenz am kommenden Montag befasst sich mit der Trockenheit – auch die Landwirtschaft klagt: Ernteausfälle werden wegen der Trockenheit erwartet. An manchen Orten sei zwar noch etwas Feuchtigkeit im Boden; diese reiche aber nicht besonders tief, hieß es. Die bisherigen Niederschläge in diesem Jahr hätten zwar für einen guten Start der Pflanzen gesorgt, seien aber zu wenig gewesen und nun aufgebraucht.

In Regionen mit Feldberegnung wie im Alten Land werde schon seit 14 Tagen die Beregnung eingesetzt. 

Trockenes Wetter: Nabu rät Vogeltränken aufzustellen

Der Naturschutzbund (Nabu) empfiehlt angesichts des trockenen Wetters, Tiertränken für Vögel und andere Tiere aufzustellen. „Die anhaltende, trockene Witterung macht Vögeln und Insekten zu schaffen“, teilte der Nabu mit. Wassertränken könnten in Gärten oder auf Terrassen und Balkonen aufgestellt werden.

Oft reiche es, einen flache Schüssel oder einen Blumentopfuntersetzer mit Wasser zu befüllen. Die Tränke sollte täglich ausgespült werden. Vögel nutzen die kleinen Wasserstellen zum Trinken sowie zum Baden, wie der Nabu mitteilte. Insekten nutzen das Wasser zudem auch zum Bau von Nestern. Der Deutsche Wetterdienst sagt für die kommenden Tage keine nennenswerten Regenschauer voraus. (dpa/tip)

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel