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Ausschusssitzung

In Stade fehlen aktuell 271 Kita-Plätze

Symbolbild: dpa

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„Es ist eine richtig tragische Situation“, sagt Sabine Giesler, Vorsitzende im Ausschuss für Kinder, Jugendliche, Senioren, Soziales und Familie, wo über die aktuelle Lage berichtet wurde. 271 Kinder stehen zurzeit auf der Warteliste für einen Kita-Platz in Stade.

Von Anping Richter Freitag, 01.10.2021, 07:00 Uhr

„Es ist eine richtig tragische Situation“, sagt Sabine Giesler, Vorsitzende im Ausschuss für Kinder, Jugendliche, Senioren, Soziales und Familie, wo über die aktuelle Lage berichtet wurde. 271 Kinder stehen zurzeit auf der Warteliste für einen Platz in einer Kita in Stade.

Die Stadt baut zurzeit drei neue Kitas, um Abhilfe zu schaffen: Die Kita im Benedixland soll 2022 fertig werden und ist baugleich mit dem schon fortgeschrittenen Neubau in Schölisch. Zum 1. August 2023 kommt eine neue Kita auf dem Bildungscampus Riensförde dazu. Insgesamt soll jede der Kitas fünf Gruppen Platz bieten; somit entstehen zurzeit insgesamt 300 neue Kita-Plätze. „Das ist schon viel“, sagt Giesler. Sie ist von Beruf Kita-Leiterin und weiß: Der Kita-Platz-Mangel bringt Eltern in große Schwierigkeiten. Mitunter kann sich das sogar ungünstig auf ein weiteres Problem auswirken: den Fachkräftemangel bei pädagogischem Personal. „Auch Erzieherinnen mit Kindern gehören zu den Eltern, die ohne Betreuungsplatz nicht arbeiten können – und dann wiederum nicht für die Kitas zur Verfügung stehen.“

Modell mit dual Studierende erfolgreich

Als Erfolg erweist sich das Modell, dual Studierende der Sozialpädagogik einzustellen, so Giesler. Die Abteilung Kinder- und Jugendarbeit in Stade ist seit Oktober 2020 Praxispartner der Internationalen Hochschule (IUBH) Hamburg und beschäftigt zwei Studierende der Sozialpädagogik.

Das Studium umfasst sieben Semester, zwei Tage verbringen die Studierenden an der Hochschule, drei in der Praxis, wo die Abteilung Jugend- und Familienhilfen der Stadt den praktischen Teil der Studienbetreuung übernimmt. Die Stadt zahlt den Studierenden die Studiengebühr und ein monatliches Taschengeld. Das soll ausgebaut werden: Der Stellenplan 2021 enthält bereits fünf Stellen für Studierende, 2022 soll eine weitere Stelle dazukommen.

Kosten für Mittagessen steigen

Die Kosten für das Kita-Mittagessen steigen. Deshalb müssen die Kosten pro Essen ab Januar 2022 erhöht werden, von jetzt 3,64 auf dann 3,75 Euro. Das entspricht einem Anstieg der monatlichen Verpflegungspauschale von 72 Euro auf dann 73,50 Euro. Der Ausschuss hat dies einstimmig empfohlen, die endgültige Entscheidung trifft der Verwaltungsausschuss.

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