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Bützflethermoor

Linke im Stader Rat kritisiert geplante Erhöhung der Rotschlammdeponie

Ein rotes Viereck mitten in der grünen Landschaft: Die Rotschlammdeponie umfasst 146 Hektar . Luftfoto: Martin Elsen

Ein rotes Viereck mitten in der grünen Landschaft: Die Rotschlammdeponie umfasst 146 Hektar . Luftfoto: Martin Elsen

„Ein riesiges, rotes Loch in der Landschaft.“ – So sieht die Fraktion der Linken im Rat der Stadt Stade die Rotschlammdeponie der AOS in Bützflethermoor. Die Kritik: Das sei „eine archaische Art der Abfallentsorgung“.

Dienstag, 15.02.2022, 07:00 Uhr

Die Rotschlammdeponie der AOS in Stade soll scheinbar in den Himmel wachsen, schreibt das Linken-Duo Tristan Johrde und Alexander Klinger angesichts der Planungen der Aluminium Oxid, die Dämme für die Deponie von jetzt 16 auf 30 Meter zu erhöhen. Das sei „eine völlig vormoderne Art zu produzieren und zu entsorgen“.

Was übrig bleibt, werde als schlammiger Abfall mit einer Pipeline zu einem „Roten Loch in der Landschaft“ gepumpt und soll dort „wohl auf ewig als alles überragendes Mahnmal erhalten bleiben“. Es sei das Einzige, was man von Stade aus dem Weltraum heraus erkennt.

AOS will Dämme der Rotschlammdeponie im Moor bei Stade erhöhen

Obwohl es Technologien zur Entwässerung, zur Entgiftung, zur Verwertung und zum Rückbau dieser Schlämme gebe, setze man vor Ort weiterhin auf Abfallbeseitigung „Made in 19th Century“. Nachhaltigkeit und Umweltschutz blieben Fremdworte.

Die Linke fordert ein zukunftssicheres Entsorgungskonzept, das Industrieproduktion, sichere Arbeitsplätze und eine lebenswerte Zukunft für die Menschen in der Region vereine, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zuvor hatten bereits die Grünen die Erhöhung der Deponie kritisiert. Sie forderten, Recycling-Optionen zu prüfen. (st/ing)

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