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Niedersachsen

Landvolk beklagt Benachteiligung bei neuen Düngeregelungen

Ein Landwirt betankt sein Gespann (r) zum Gülle ausfahren an einem sogenannten Zubringerfahrzeug (l). Foto: Philipp Schulze/dpa

Ein Landwirt betankt sein Gespann (r) zum Gülle ausfahren an einem sogenannten Zubringerfahrzeug (l). Foto: Philipp Schulze/dpa

Das Landvolk in Niedersachsen sieht die Landwirte durch Pläne zur Veränderung der Düngeverordnung benachteiligt. Es gebe zum Teil eine Verschiebung der betroffenen Flächen, sagte Landvolk-Präsident Holger Hennies am Donnerstag.

Freitag, 25.02.2022, 08:00 Uhr

Nach jüngsten Angaben von Umweltminister Olaf Lies (SPD) soll die Fläche der besonders stark mit Nitrat belasteten Gebiete von 645 000 Hektar um rund 10 000 Hektar wachsen. Landwirte müssen laut Düngeverordnung in Gebieten mit einer hohen Nitratbelastung, den „roten Gebieten“, ihre Düngung reduzieren - sie müssen 20 Prozent unter dem Bedarf der Pflanzen bleiben, was für die Betriebe geringere Erträge zur Folge hat.

Deutlich mehr Grünland betroffen

Es sei deutlich mehr Grünland betroffen, weil die EU-Kommission unter anderem nicht mehr die Gefährdung des Grundwassers durch die Bodenbeschaffenheit berücksichtigt wissen will, sagte Hennies. „Mit dieser Bewertung sind aber auch beste Ackerflächen auf einmal rote Gebiete“, klagte Hennies. Das Land müsse möglichst schnell das Messstellennetz ausbauen, forderte der Landvolkpräsident.

Die EU fordere, wo eine einzelne nitratbelastete Messstelle sei, müsse die ganze Region rot sein, sagte Hennies: „Diese Verschiebung ist für unsere Landwirte nicht nachvollziehbar, denn seit der Düngeverordnung 2017 ist die Nitratbelastung durch die Landwirtschaft stark rückläufig.“ (dpa)

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