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Blaulicht

Feuer frisst sich durchs Holz – Hoher Schaden in Estorf

Nach knapp drei Stunden war das Feuer aus. Insgesamt kamen rund 90 Feuerwehrleute zum Einsatz.

Nach knapp drei Stunden war das Feuer aus. Insgesamt kamen rund 90 Feuerwehrleute zum Einsatz. Foto: Hillyer-Funke/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten

Wieder Großalarm im Landkreis Stade, 90 Einsatzkräfte rücken am späten Sonntagabend aus. Ein Fettbrand hält die Feuerwehrleute stundenlang in Atem.

Von Redaktion 21.09.2026, 08:15 Uhr
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Estorf. Um 21.08 Uhr wurde am Sonntagabend Alarm für mehrere Feuerwehren in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten ausgelöst. Das berichtet Rolf Hillyer-Funke, Sprecher der Feuerwehren. Gemeldet worden sei ein Küchenbrand mit starker Rauchentwicklung in einem Wohnhaus in der Straße Ole Dörpstroot in Estorf.

„Zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers befand sich ein Bewohner in dem Haus“, so Hillyer-Funke. Der Mann habe sich in Sicherheit bringen können, er habe jedoch Rauchgase eingeatmet und sei vom Rettungsdienst betreut worden. Der Bewohner musste den Angaben zufolge jedoch nicht in eine Klinik gebracht werden.

Erhitztes Fett gerät in Brand

Das Feuer war laut Hillyer-Funke in der Küche im Erdgeschoß ausgebrochen, nachdem erhitztes Fett in einem Topf auf einem Herd in Brand geraten sei. Schnell habe sich das Feuer in der Küche ausgebreitet.

Das brennende Fett habe dann offenbar auch eine Abluftleitung in Brand gesetzt, sodass sich das Feuer in die Deckenverkleidung und bis unter das Dach ausgedehnt habe.

Feuerwehrleute sid auf Drehleiter am Dach im Einsatz.

Feuerwehrleute sid auf Drehleiter am Dach im Einsatz. Foto: Hillyer-Funke/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehren seien bereits die Küche und Räume im ersten Stock stark verräuchert gewesen. Mehrere Trupps gingen unter schweren Atemschutz gegen die Flammen und den Rauch vor und konnten das Feuer in der Küche schnell unter Kontrolle bringen.

Holzverkleidungen werden zum Problem

„Große Probleme bereiteten jedoch die umfangreichen Holzverkleidungen im gesamten Haus“, berichtet der Feuerwehrsprecher. Das Feuer hatte sich demnach unter den verkleideten Bereichen ausgedehnt. Hillyer-Funke: „Nicht nur im ersten Stockwerk quoll der Rauch hervor sondern auch im Spitzboden und aus den Dachpfannen heraus ins Freie.“

Über Baugerüste an den Giebelseiten des Hauses und Feuerwehr-Steckleitern an der Front- und Rückseite des Gebäudes versuchten Einsatzkräfte, Dachpfannen zu entfernen, um an Glutnester heran zu kommen. Weitere Atemschutztrupps führten von innen Löschangriffe im Dachbodenbereich aus, hatten jedoch trotz Einsatzes einer Wärmebildkamera erhebliche Probleme alle Glutnester zu lokalisieren und zu bekämpfen, sagt Hillyer-Funke.

Auf dem Display der Wärmebildkamera der Drohne der Feuerwehr Estorf sind stark überhitzten Bereiche des Daches durch helle Flecken zu erkennen.

Auf dem Display der Wärmebildkamera der Drohne der Feuerwehr Estorf sind stark überhitzten Bereiche des Daches durch helle Flecken zu erkennen. Foto: Hillyer-Funke/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten

Feuerwehrdrohnen im Einsatz

Die Einsatzleitung zusammen mit Gemeindebrandmeister Malte Gooßen und seinem Stellvertreter Thorsten Raap forderte weitere Unterstützung an.

Eine zweite Wärmebildkamera der Feuerwehr Heinbockel sowie die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Drochtersen nebst Besatzungen wurden nachalarmiert.

Estorfs Ortsbrandmeister Bastian Eckhoff setzte die Drohne der Feuerwehr Estorf ein, die aus der Luft die kritischen Stellen im Dachbereich genau lokalisieren konnte.

Die Einsatzkräfte aus Drochtersen haben dann von der Drehleiter aus die kritischen Stellen am Dach öffnen und weitere Einsatzkräfte im Innern des Hauses aufgrund der genauen Informationen gezielt Glutnester bekämpfen und ablöschen können.

Schaden auf 100.000 Euro geschätzt

Hillyer-Funke abschließend: „Nach knapp drei Stunden war das Feuer aus.“ Insgesamt kamen rund 90 Feuerwehreinsatzkräfte, davon allein zwölf Atemschutztrupps sowie DRK- und Johanniter Rettungsdienste und Polizei zum Einsatz. Zuerst wurden die Ortsfeuerwehren Estorf, Gräpel, Brobergen und Oldendorf alarmiert.

Feuerwehr und Polizei kamen bei einer ersten Einschätzung vor Ort zum vorläufigen Ergebnis, dass ein Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro am Gebäude entstanden sei. (tip)

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