Metallplatten auf Gleise gelegt: Metronom mit 600 Fahrgästen muss notbremsen – Hoher Schaden
Unbekannte haben zwei Metallplatten auf die Schienen in der Nähe des Bahnhofs in Rotenburg im Nordosten von Niedersachsen gelegt und so einen Zug beschädigt. Ein Fahrgast macht Angaben zu möglichen Tätern.
Rotenburg. Der Lokführer und die rund 600 Fahrgäste blieben nach der Kollision am Sonntagabend gegen 18 Uhr nahe des Bahnhofs Rotenburg unverletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. An der Lok und an den Gleisen ist den ersten Erkenntnissen der Ermittler nach ein Schaden von mehreren zehntausend Euro entstanden.
Ein 42 Jahre alter Lokführer sei mit einem Zug des Betreibers Metronom kurz nach dem Verlassen des Bahnhofs über die rund 23 Kilogramm schweren Teile gefahren und habe danach eine Notbremsung eingeleitet, hieß es.
Bei dem Vorfall wurden 16 Betonschwellen teils großflächig beschädigt sowie eine Weiche samt Heizstab darin verbogen. Es habe einen lauten, metallischen Knall gegeben.
Haben Kinder und Jugendliche die Platten auf die Gleise gelegt?
Bei den Metallteilen handelte es sich um ausgesonderte Metallplatten aus einer Gleisanlage, die in der Nähe der Gleise abgestellt waren.
Eine Zeugin, die sich ebenfalls im Zug befand, hatte nach Angaben der Polizei am Sonntagabend aus dem Zug heraus beobachtet, wie drei Kinder oder Jugendliche von den Gleisen flüchteten. Sie ließen wahrscheinlich einen E-Scooter zurück. Die Rotenburger Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der unmittelbare Tatort kann über den rückwärtigen Parkplatz des Erlebnisbades „Ronolulu“ sowie über den Radweg der Nödenwiesen erreicht werden. Auch der Skatepark am Bahnhof grenzt unmittelbar an den Bereich an.
Nach einer rund einstündigen Reparatur konnte die Bahn in Richtung Hamburg weiterfahren. (dpa)