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Blaulicht

Streit und schwerer Sturz in Stader Altstadt – Polizistin wird zur Lebensretterin

In der Stader Altstadt übernahm eine Streifenwagenbesatzung die Reanimation des gestürzten Mannes.

In der Stader Altstadt übernahm eine Streifenwagenbesatzung die Reanimation des gestürzten Mannes. Foto: Marcus Brandt/dpa

Vier Frauen geraten nach einem Bar-Besuch in eine Rangelei, samt Haare ziehen und Handtaschenraub. Das wahre Drama aber passiert einem Schlichter.

Von Redaktion 19.10.2026, 14:56 Uhr
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Stade. Erneut dürfte reichlich Blaulicht für Aufsehen in der Stader City gesorgt haben. Wie Polizeisprecher Daniel Kraus berichtete, ist es in der Nacht von Freitag auf Sonnabend zu einem handfesten Streit in der Stader Altstadt gekommen. Letztlich waren gegen 2.20 Uhr Streifenwagen und Rettungsdienst in die Innenstadt ausgerückt.

„In einer Bar in der Beguinenstraße kam es zunächst zu einem Streit zwischen zwei Frauen aus Oldendorf und zwei bisher unbekannten anderen Frauen“, sagte Kraus. Die beiden Oldendorferinnen hätten daraufhin die Bar verlassen und seien in Richtung Holzstraße gegangen. Kraus: „Kurze Zeit später folgten ihnen die beiden Frauen aus der Bar.“

Pfefferspray gesprüht, Handtasche entrissen

In der Holzstraße seien die Frauen dann erneut aneinandergeraten. „Es entwickelte sich eine Rangelei“, so Kraus: Die Frauen schubsten sich gegenseitig und zogen an den Haaren.

Eine der unbekannten Frauen habe dann mit Pfefferspray gesprüht. Zudem habe sie die Handtasche der 40 Jahre alten OIdendorferin entrissen und geraubt. Wie viel Alkohol im Spiel war, teilte der Polizeisprecher nicht mit.

Zwei Männer, die laut Kraus zu dem Zeitpunkt aus der Bar kamen, „wollten einschreiten und den Streit schlichten“. Doch dann wurde es dramatisch.

Stader schlägt „unglücklich“ auf Asphalt auf

Ein 42 Jahre alter Mann aus Stade habe eine der im Gerangel stürzenden Frauen auffangen wollen. Der Mann sei dann selbst „unglücklich“ auf dem Asphalt aufgeschlagen. Er verletzte sich den Angaben zufolge am Kopf und verlor laut Polizeimitteilung sofort das Bewusstsein.

Kraus: „Von den eintreffenden Streifenwagen übernahm eine Polizistin mit Unterstützung ihres Kollegen und des zweiten Mannes aus der Bar eine Reanimation.“ Zwei Male habe die Atmung bei dem gestürzten Mann wieder ein- und ausgesetzt.

42-Jähriger muss reanimiert werden - Krampfanfall

Bei der dritten Reanimation hat der 42-Jährige zudem einen Krampfanfall erlitten. Der Mann, der wieder atmete, konnte mittlerweile vom Rettungsdienst medizinisch versorgt werden. Danach wurde er ins Krankenhaus eingeliefert und war den Angaben zufolge am späten Sonnabendabend wieder ansprechbar.

Die beiden unbekannten Frauen der Rangelei flüchteten. Die Polizei ermittelt. (pm/tip)

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