VW Polo stürzt in den Oste-Hamme-Kanal
Die Feuerwehr setzt eine Ölsperre, nachdem ein Auto in den Oste-Hamme-Kanal gestürzt ist. Foto: Feuerwehr
Dieser Einsatz ist knifflig: Bei der Bergung des Autos aus dem Oste-Hamme-Kanal stößt die Feuerwehr in Findorf (Kreis Rotenburg) auf einige Schwierigkeiten.
Landkreis Rotenburg. Die Ortsfeuerwehren Findorf und Karlshöfen wurden am Sonnabend (18. Juli 2026) gegen 18.30 Uhr in die Findorfer Straße alarmiert: Ein Auto war in den Oste-Hemme-Kanal gestürzt.
Fahrerseite liegt unter Wasser
Der blaue VW Polo lag in Seitenlage bereits vollständig im Kanal, als die Feuerwehrleute eintrafen. „Die Fahrerseite befand sich unter Wasser, die Airbags des Fahrzeugs hatten ausgelöst“, berichtet der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Gnarrenburg, Lasse Geestmann. Der Fahrer hatte das Fahrzeug bereits vor Eintreffen der Wehren selbständig und unverletzt verlassen können.
Da die Gefahr bestand, dass Betriebsstoffe aus dem verunfallten Fahrzeug in den Kanal austreten, wurde der Rüstwagen der Ortsfeuerwehr Gnarrenburg mit Ölsperren sowie die Rufbereitschaft des Wasserwirtschaftsamtes nachalarmiert. „Durch die Einsatzkräfte wurde eine Ölsperre im Kanal ausgelegt, um eine mögliche Ausbreitung von Kraftstoff oder Öl zu verhindern“, teilt Gnarrenburgs Feuerwehrsprecher mit.
Knifflige Bergung aus dem Kanal
Zusätzlich unterstützten die Feuerwehrleute das Abschleppunternehmen bei der Bergung des Fahrzeugs. Laut Geestmann gestaltete sich diese aufgrund der exponierten Lage des Autos schwierig: Das vollgelaufene Fahrzeug musste mit dem zusätzlichen Gewicht des Wassers geborgen werden. Bevor es angehoben werden konnte, musste es zunächst wieder in eine waagerechte Position gebracht werden. Auch während des Umlagerns bestand weiterhin die Gefahr austretender Betriebsstoffe.
Nach Abschluss der Bergung konnten die Feuerwehrleute Aufatmen: Es wurde keine Verunreinigung des Gewässers festgestellt. Abschließend bargen die Brandschützer letzte Wrackteile aus dem Kanal. Nach rund vier Stunden war der Einsatz für alle beteiligten Kräfte beendet.
Zur Unfallursache kann seitens der Feuerwehr keine Angabe gemacht werden, so Geestmann. (set)
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