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Geschichte

Abriss von Horneburger Frisörladen: Freier Blick auf Liebfrauenkirche

Abriss des Frisörsalons Matthies am Vordamm in Horneburg.

Abriss des Frisörsalons Matthies am Vordamm in Horneburg. Foto: Vasel

Der alte Frisörladen am Vordamm in Horneburg ist Geschichte. Ein Bagger hat das Fachwerkhaus in Trümmer gelegt.

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Von Björn Vasel
Mittwoch, 21.01.2026, 07:04 Uhr

Horneburg. Das Abbruchunternehmen Meybohm aus Dollern wird - im Laufe dieser Woche - das leerstehende Wohn- und Geschäftshaus Am Vordamm 2 abreißen. Der Dachdeckermeister Johannes Kühn hat die Immobilie des 2012 verstorbenen Friseurmeisters Reinhard Matthies erworben. Das Haus stand nicht unter Denkmalschutz. Eine Mauer war abgängig. Früher verlief in der Nähe die Aue. „Das Haus war in einem desolaten Zustand“, sagt Karin Kühn. Eine Sanierung sei geprüft und verworfen worden.

Stattdessen soll das Grundstück nicht mehr bebaut werden. Idee: freier Blick auf die 1729/1739 errichtete barocke Liebfrauenkirche. Spaziergänger und Touristen sollen die Kirche von allen Seiten bewundern und umrunden können.

Friseurmeister genoss große Beliebtheit

Die Kirchengemeinde hat seit 2020 Turm und Dach erneuert, auch das Innere mit den sakralen Schätzen und der Orgel erstrahlt seit 2024/2025 im neuen Glanz. Familie Kühn wird das Grundstück dem Flecken Horneburg überschreiben. Die Städtebauexpertin im Rathaus, Gunda Kiefaber, habe erste Ideen. Die frühere Pastorin Aggie-Eleanor Rilinger, geborene von Dewitz-Bodman, gab den Anstoß.

Der Bagger arbeitet sich mit dem Greifer durch den Frisörsalon am Vordamm in Horneburg.

Der Bagger arbeitet sich mit dem Greifer durch den Frisörsalon am Vordamm in Horneburg. Foto: Vasel

Friseurmeister Matthies war ein Unikum. Bei Kindern griff er zum Rasiermesser und sagte mit seinem trockenen Humor: „Jetzt kommen erst einmal die Ohren an die Reihe.“ (bv)

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