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Künstliche Intelligenz

Amazon investiert weitere Milliarden in Anthropic

Anthropic gilt mit seiner KI-Software Claude als schärfster Rivale des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. (Archivbild)

Anthropic gilt mit seiner KI-Software Claude als schärfster Rivale des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. (Archivbild) Foto: Andrej Sokolow/dpa

Anthropic ist ein führender Rivale des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. Mit Amazon hat die KI-Firma einen starken Partner gefunden.

Von dpa Dienstag, 21.04.2026, 00:45 Uhr

Seattle/San Francisco. Amazon vertieft mit einer weiteren Milliarden-Investition die Allianz mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic. In einem ersten Schritt wird Amazon 5 Milliarden Dollar (4,2 Mrd. Euro) in den Entwickler des KI-Chatbots Claude stecken, in weiteren Schritten könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden. 

Zugleich wird Anthropic auf Amazons Chips mit dem Namen Trainium zurückgreifen, um seine KI-Modelle zu trainieren. Insgesamt will der Claude-Entwickler in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Halbleiter und Rechenleistung von Amazon ausgeben. Der weltgrößte Online-Händler ist mit seiner Tochterfirma AWS der weltgrößte Anbieter von Cloud-Diensten. Zuvor war Amazon bereits ein führender Geldgeber von Anthropic mit Investitionen von insgesamt acht Milliarden Dollar.

Zwischen Pentagon und Mythos

Anthropic, ein Rivale des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, stand in den vergangenen Monaten immer wieder in den Schlagzeilen. Die Firma riskierte einen Konflikt mit der US-Regierung, da sie trotz massiven Drucks darauf bestand, dass ihre KI-Modelle nicht in autonomen Waffensystemen und zur Massenüberwachung in den USA verwendet werden dürfen. Das Pentagon erklärte Anthropic daraufhin zu einem Lieferketten-Risiko, was den Einsatz von Software des Unternehmens in Regierungsbehörden schwer beeinträchtigen kann. Die Firma klagt dagegen.

Zuletzt demonstrierte Anthropic aber, wie wichtig Technologie des Unternehmens für die US-Regierung ist. Ein neues Anthropic-Modell mit dem Namen Claude Mythos Preview findet zum Teil seit Jahrzehnten unentdeckt gebliebene Schwachstellen in verschiedener Software. In den falschen Händen wäre es damit eine gefährliche Cyberwaffe - und könnte zugleich der US-Regierung einen Vorteil geben, eigene Programme zu härten und potenzielle Schwachstellen für Spionage im Ausland auszunutzen. Anthropic hat keine Pläne, Mythos Preview öffentlich zu machen.

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