Tauwetter: Bitte an die Bürger nach arbeitsreichem Winterdienst
Am Wochenende kam die Schneefräse der Kommunalen Betriebe Stade zum Einsatz. Foto: Hansestadt Stade
Nach einem arbeitsreichen Winterdienst haben die Kommunalen Betriebe Stade eine Bitte an die Bürger. Diese betrifft das für die kommenden Tage prognostizierte Tauwetter.
Landkreis. Mit allen verfügbaren Kräften waren die Kommunalen Betriebe Stade (KBS) in den letzten Tagen aktiv, um Straßen, Wege und die Radvorrangrouten von Schnee zu befreien. Nun haben die Mitarbeitenden vor dem Tauwetter eine dringende Bitte an die Bevölkerung.
Straßen-Gullys von Schnee und Eis befreien
Die KBS und Abwasserentsorgung Stade (AES) bitten gemeinsam dringend darum, dass alle Bürger, die Straßenabläufe vor dem eigenen Grundstück haben, diese aus eigener Initiative von Schnee und Eis befreien. Hintergrund: Wenn in den nächsten Tagen der Schnee schmilzt und die Gullys vom Schnee bedeckt sind, kann das Tauwasser nicht abfließen, heißt es in einer Pressemitteilung. Stehende Wasserflächen auf den Straßen wären die Folge.
Wegen des Schneefalls waren die KBS-Mitarbeitenden am vergangenen Wochenende ab den frühen Morgenstunden im Einsatz. Neben den Hauptverkehrsstraßen und Neben- und Anwohnerstraßen mussten ab den frühen Morgenstunden acht Vorrangrouten für den Radverkehr vom Schnee befreit werden.
Radvorrangrouten werden am frühen Morgen geräumt
Die Radvorrangrouten der Hansestadt Stade verlaufen aus unterschiedlichen Richtungen zur Innenstadt. Laut dem seit dieser Saison gültigen Winterdienst-Konzept sollen sie priorisiert schon am frühen Morgen geräumt werden, damit sie im Berufsverkehr genutzt werden können. „An einigen Stellen können wir aus ökologischen Gründen kein Salz streuen, dort muss geschoben oder eine Umleitung in Kauf genommen werden“, wird Claas Brüggemann von den KBS in der Pressemitteilung zitiert. Als Beispiel nennt er den Abschnitt durch die Schwingewiesen und den Schneeweg zwischen Stade und Bützfleth.
Bei der Schneeräumung kam nach vielen Jahren erstmals wieder die Schneefräse zum Einsatz. Denn die Fahrzeuge der Besitzer zweier landwirtschaftlicher Betriebe kamen gegen den Schnee ebenso wenig an wie der Schneeschild der Kommunalen Betriebe Stade.
Schneefräse kam nach Jahren erstmals wieder zum Einsatz
„Daher rückten wir mit der Schneefräse an, die wir nach dem Winter 1978/1979 angeschafft haben und die bisher nur 1992 und 2010 zum Einsatz kam. Daran sieht man, wie außergewöhnlich die Witterung in diesen Tagen ist“, so Brüggemann. Da das Gerät nur bei sehr langsamem Tempo eingesetzt werden kann, dauerte es zwei Tage, bis alle Straßen und Wege von Schneewehen befreit waren. So wurde mit Hilfe der Schneefräse am Sonntag der Radweg entlang des Stadtwegs zwischen Hagen und Bildungscampus Riensförde (Teil der Vorrangroute 2) befahrbar gemacht.
Auch Grundstücksbesitzer müssen Winterdienst leisten: Gehwege vor dem eigenen Grundstück müssen werktags von 7 bis 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr auf 1,5 Metern Breite von Schnee und Eis befreit werden. Bei Eckgrundstücken gilt dies für alle angrenzenden Bereiche. Fehlt ein Gehweg, ist ein ein Meter breiter Streifen auf der Straße zu räumen.
Schnee nicht einfach auf die Straße schieben
Wichtig ist, dass keine auftauenden Mittel wie Salz verwendet werden dürfen. Der Schnee sollte nicht einfach auf die Straße oder zum Nachbarn geschoben werden. Die Räumfahrzeuge der KBS würden ihn sonst einfach wieder zurückschieben.
Brüggemann hat noch eine Bitte: „Autos sollten möglichst nah am Straßenrand oder - noch besser - auf dem eigenen Grundstück geparkt werden. So haben unsere Fahrzeuge genug Platz, um die Straßen sicher zu räumen.“ (sal)
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