Sperrungen auf A7 und A1: Autobahn in und um Hamburg nicht befahrbar
Der Wechsel zwischen Frost und Tauwetter im Winter hat der Autobahn 7 im nördlichen Niedersachsen zu schaffen gemacht. Deshalb muss nun bei Seevetal der Asphalt erneuert und die A7 gesperrt werden (Symbolbild). Foto: Markus Scholz/dpa
An diesem Wochenende sollte man die A7 meiden: Drei Baustellen sorgen für Vollsperrungen auf der Autobahn in Seevetal, Hamburg und Rendsburg. Zusätzlich sind Fahrbahnverengungen auf der A1 geplant. Das sind die Umleitungen.
Hamburg/Seevetal. Der Wechsel zwischen Frost und Tauwetter im Winter hat der Autobahn 7 im nördlichen Niedersachsen zu schaffen gemacht. Deshalb muss nun bei Seevetal der Asphalt erneuert und die A7 gesperrt werden.
Neuer Asphalt nötig - A7 in Richtung Hamburg für 57 Stunden gesperrt
Die Autobahn Hannover - Hamburg werde von Freitagabend, 20 Uhr, bis Montagmorgen, 5 Uhr, zwischen der Anschlussstelle Seevetal-Ramelsloh und dem Autobahndreieck Horster Dreieck nicht befahrbar sein, teilte die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH des Bundes mit. Die Rastanlage Seevetal-Ost ist schon seit Mittwochabend deshalb gesperrt. In Richtung Süden ist die Autobahn am Wochenende wie gewohnt befahrbar.
In den bislang geplanten 57 Stunden soll - wenn das Wetter warm und trocken bleibt - der beschädigte Asphalt abgetragen und eine neue Schicht aufgetragen werden. Der offenporige Asphalt wird den Angaben zufolge auf einer Strecke von drei Kilometern abgefräst. Sollte das Wetter den Plänen einen Strich durch die Rechnung machen, soll die Sanierung des Asphalts auf Ende April verlegt werden. Am Freitagvormittag war ein Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes jedoch sehr zuversichtlich, dass es bei dem Zeitplan bleibt: „Das Wetter morgen ist wunderbar trocken, Sonntag auch. Von daher werden wir bauen!“
Wer am Wochenende in Richtung Hamburg unterwegs ist, sollte den Umleitungsschildern folgen. Ab Walsrode wird der Verkehr weiträumig über die A27, die A1 und die A261 umgeleitet. Zudem können Verkehrsteilnehmende die Autobahn an der Anschlussstelle Schneeverdingen verlassen und über die B3 zur A261 fahren.
Beton für den Lärmschutztunnel Altona - A7 für zwölf Stunden gesperrt
Für weitere wichtige Bauarbeiten am Lärmschutztunnel in Hamburg-Altona wird die Autobahn 7 am Wochenende für mehrere Stunden voll gesperrt.
Die Vollsperrung in beide Richtungen ist allerdings nur in einer Nacht geplant, wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilte. Und zwar von Samstag, 22 Uhr, bis Sonntag, 10 Uhr. Die A7 ist dann zwischen den Abfahrten Hamburg-Othmarschen und Hamburg-Bahrenfeld nicht befahrbar. Die Umleitung führt in beiden Richtungen über die Ebertallee. Der Elbtunnel ist in der Zeit weiterhin befahrbar.
Innerhalb dieser zwölf Stunden soll die neue südliche Tunnelzelle betoniert werden, wie eine Sprecherin sagte. Die Bewehrung für die Tunnelzelle stehe bereits und solle nun in der Nacht zu Sonntag mit Beton befüllt werden. Wenn alle anderen Arbeiten wie geplant in den kommenden Monaten abgeschlossen werden können, können im Herbst beide Tunnelzellen in Betrieben. Die Fahrbahn in Richtung Norden ist bereits seit November als Tunnel in Betrieb. Derzeit läuft der komplette Verkehr mit drei Fahrstreifen je Richtung über diese Fahrbahn.
A7-Sperrung zwischen Owschlag und Rendsburg wegen Brückenarbeiten
Wegen Brückenbauarbeiten wird die Autobahn 7 zwischen Owschlag und Rendsburg/Büdelsdorf von Freitagabend bis Montagmorgen für den Verkehr gesperrt.
Die Fahrbahn in Richtung Hamburg wird nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes am Freitag ab 20 Uhr gesperrt und soll am Montag um 5 Uhr wieder freigegeben werden. In Richtung Flensburg soll die Sperrung von Samstag 2 Uhr bis 20 Uhr dauern. Umleitungen sind ausgeschildert.
Grund für die Sperrung ist der Einbau von Stahlträgern für die neue Brücke. Die Stahlträger sind jeweils 38 Meter lang und wiegen 50 Tonnen. Die alte Spannbetonbrücke war 1971 gebaut worden und hatte so große Schäden, dass die notwendige Tragfähigkeit nicht mehr gegeben war. Sie wurde im Juni 2023 abgerissen. Die neue Brücke soll im vierten Quartal 2024 fertig werden.
A1 auf Norderelbbrücke am Wochenende nur einspurig zu befahren
Um noch vor der Hauptreisezeit zu Pfingsten und im Sommer die notwendige Sanierung an Teilen der Norderelbbrücke abschließen zu können, ist die Autobahn 1 am Wochenende in dem Bereich in Richtung Süden auf nur einen Fahrstreifen verengt.
Die Einschränkungen zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Norderelbe und dem Autobahndreieck Hamburg-Südost sollen am Samstag, 5 Uhr, starten und bis zum Sonntag, 22 Uhr, aufrechterhalten werden, wie die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH des Bundes mitteilte. Deshalb sei vor allem abends und am Sonntagnachmittag mit erheblichen Behinderungen zu rechnen.
In den 41 Stunden sollen die Lager der Übergangskonstruktionen der Norderelbbrücke saniert beziehungsweise erneuert werden. Die Übergangskonstruktionen gleichen den Angaben zufolge Verformungen und Bewegungen des Brückenüberbaus durch Auseinander- und Zusammenschieben aus.
Die Sanierung der Lager sei auf beiden Richtungsfahrbahnen erforderlich, damit die Übergangskonstruktion nicht überbeansprucht wird und bricht. Von der Straße aus sind die Arbeiten kaum zu beobachten, da sie überwiegend unterhalb der Brücke erledigt werden.
An den kommenden beiden Wochenenden wird das Spiel auf den Fahrbahnen Richtung Norden wiederholt. Dann wird der Verkehr Richtung Lübeck im Bereich der Brücke auf eine Spur verengt.
Die Norderelbbrücke wurde in den 1960er-Jahren als vierstreifige Brücke gebaut, also zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung. Dabei wurde sie für weniger und leichteren Verkehr geplant, als er heute auf den Autobahnen unterwegs ist. Dennoch muss sie noch bis 2028/2029 halten. Erst dann ist der parallel neben der Brücke errichtete Neubau fertig und sie kann abgebrochen werden. Deshalb werden bis dahin Schäden immer wieder repariert. (dpa)