Bierglaswurf überschattet Tigers-Niederlage in Timmendorf
Die Tigers stehen aktuell auf Platz fünf. Foto: Peter Sakrauski (Archiv/nomo)
Ein Sieg und eine Niederlage für den TuS Harsefeld: In Timmendorf kassieren die Tigers Gegentore in Überzahl, in Salzgitter geht es in die Overtime.
Harsefeld. Gegen die Beach Devils Timmendorf haben die Tigers eine 3:7 (2:2, 0:2, 1:3)-Niederlage kassiert. Vor 928 Zuschauern in Timmendorf erwischten die Gastgeber den besseren Start und gingen innerhalb von nur drei Minuten mit 2:0 in Führung. Die Tigers glichen jedoch durch Treffer von Martin Hrbek und Declan MacEachern noch im ersten Drittel zum 2:2 aus.
Im zweiten Abschnitt bestimmten die Harsefelder über weite Strecken das Geschehen. Die Schussstatistik von 15:8 sprach klar für die Tigers, die den finnischen Schlussmann der Devils, Valtteri Nousianen, stark unter Druck setzten.
Drei Strafen gegen die Gastgeber hätten die Wende bringen können, doch stattdessen schlugen die Beach Devils eiskalt zu: In Unterzahl trafen Jonah Henderson (29.) und Aleksi Kettunen (35.) und stellten auf 4:2. Bitter für die Tigers: Beide Gegentreffer fielen in eigener Überzahl.
Martin Hrbek setzt den Schlusspunkt
Das letzte Drittel begann mit einer längeren Unterbrechung. Wie die Tigers mitteilten, habe ein Zuschauer ein Weißbierglas in Richtung eines Linienrichters geworfen und diesen nur knapp verfehlt. Nachdem die Scherben entfernt und das Eis wieder aufbereitet worden war, ging es weiter.
Sportlich sorgten die Gastgeber anschließend für klare Verhältnisse. Weitere Treffer in der 45., 50. und 54. Minute erhöhten den Spielstand auf 7:2. Den Schlusspunkt aus Sicht der Tigers setzte erneut Martin Hrbek, der in der 58. Minute den stark aufgelegten Nousianen zum 7:3-Endstand überwand.
Viele Chancen auf beiden Seiten, aber zunächst keine Treffer
Zwei Tage später fuhren die Tigers auswärts gegen die Salzgitter Icefighters einen 4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 1:0 n.V.)-Sieg in der Overtime ein. Überragender Akteur vor 295 Zuschauern war der Harsefelder Juho Arminen, der drei Treffer erzielte, darunter einen in Unterzahl.
Der entscheidende Unterschied zu den vergangenen Spielen lag in der Effizienz: In den letzten beiden Partien hatten die Tigers trotz zahlreicher Chancen lediglich fünf Tore erzielt, in Salzgitter präsentierte sich die Offensive jedoch deutlich treffsicherer.
Von Beginn an entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel. Nach dem ersten Drittel stand es nicht nur torlos 0:0, auch das Schussverhältnis war mit 7:7 vollkommen ausgeglichen.
Juho Arminen sorgt für die Führung
Im zweiten Drittel gingen die Tigers in Unterzahl durch ein spektakuläres Tor von Juho Arminen in Führung (26.). Die Gastgeber erhöhten anschließend den Druck, ehe ein Icefighter die Notbremse zog. Die Schiedsrichter entschieden auf Penalty, den Arminen eiskalt zum 2:0 verwandelte (33.).
Kurios: Direkt nach dem Penalty flog laut Tigers-Mitteilung ein Bierbecher auf die Bank der Tigers. 61 Sekunden vor der Pausensirene gelang den Icefighters schließlich der Anschlusstreffer zum 2:1.
Das letzte Drittel blieb spannend und intensiv. In der 54. Minute erzielte Arminen seinen dritten Treffer und stellte auf 3:1 - sein bereits vierter Hattrick in 19 Spielen für Harsefeld. Doch die Icefighters machten ihrem Namen alle Ehre und kämpften sich zurück.
Sturmlauf auf Schuberts Kasten
In der 57. Minute nahm Salzgitter seinen Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Es folgte ein Sturmlauf auf das Tor von Thomas Schubert, bei dem die Icefighters innerhalb von zwei Minuten den Anschlusstreffer und den Ausgleich erzielten. Nach 60 Minuten stand es 3:3.
Die Entscheidung fiel in der Overtime, die lediglich 36 Sekunden dauerte: Verteidiger Martin Hrbek erzielte den Siegtreffer und sicherte den Tigers den Zusatzpunkt. Harsefeld steht aktuell auf Tabellenplatz fünf. (st)
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