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Energieversorgung

Bürgerinitiative: Klage gegen Altholzkraftwerk Bützfleth absehbar

Beim Verbrennen des Altholzes wird das Material in vier verschiedene Arten eingestuft.

Beim Verbrennen des Altholzes wird das Material in vier verschiedene Arten eingestuft. Foto: Richter

Eine Klage gegen das geplante größte Holzkraftwerk Deutschlands ist absehbar, teilt die Bürgerinitiative in Bützfleth mit. Die Deutsche Umwelthilfe will sie unterstützen.

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Von Anping Richter
Mittwoch, 11.02.2026, 05:50 Uhr

Stade. Die Zusage der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die BI Bützfleth bei einer Klage zu unterstützen und zu vertreten, führe aufseiten der Kraftwerksgegner zu Erleichterung, teilt die Bürgerinitiative Bützfleth mit. Seit zwei Jahren sammelt sie im kleinen Kreis Argumente gegen die Planung, sorgt für Veröffentlichungen zum Thema und versucht, Investoren und zukünftige Kunden von der Unwirtschaftlichkeit und dem Risiko der Energieproduktion zu überzeugen.

Bürgerinitiative „zum Kampf entschlossen“

„Wir sind entschlossen, für unser Recht auf Lebensqualität in Bützfleth zu kämpfen, notfalls auch vor Gericht“, sagt Dr. Jan Witt, der Sprecher der BI. Die Zusage der DUH, die BI „gegen eines der klimaschädlichsten Projekte in Deutschland“ zu unterstützen, sei von entscheidender Bedeutung für das weitere Verfahren.

Wie berichtet, sollte der Genehmigungsantrag für das Altholzkraftwerk ursprünglich bis Ende 2025 gestellt werden, jetzt hat der Vorhabenträger, die Firma Hansekraft, das für Anfang 2026 angekündigt.

Auch der ehemalige Verwaltungsrichter Udo Paschedag unterstützt die BI. Er sieht die DUH in Bezug auf Umweltrecht mit zahlreichen Spezialanwälten, viel Erfahrung und Kompetenz in solchen Genehmigungsverfahren gut aufgestellt: „Für die Sache der BI ist es ein Glücksfall, dass das Thema so überregional bedeutsam ist, dass die DUH sich der Sache annimmt.“

BI-Sprecher hofft auf nachhaltigere Energielösung

„Vielleicht wird der Antrag ja nie gestellt, weil niemand in ein Millionengrab investiert und auch Großkunden sich nicht für Jahrzehnte an eine nicht nachhaltige Dreckschleuder binden wollen“, hofft Jan Witt. „Dann bliebe uns Bützflethern viel erspart und man könnte eine nachhaltige und saubere Energielösung für das Industriegebiet und Bützfleth entwickeln.“ Die BI sei für Gespräche über Alternativen jederzeit bereit.

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