Der Mann fürs Spielwesen: NFV trauert um Jürgen Stebani
Jürgen Stebani ist verstorben. Foto: NFV (nomo)
Er prägte den Spielbetrieb im Norden und wurde mit dem „Stebani-Modell“ bundesweit bekannt. Nun ist Jürgen Stebani mit 75 Jahren verstorben.
Landkreis. Stebani ist am 7. Februar nach schwerer Krankheit verstorben. Das teilte der Niedersächsische Fußballverband (NFV) mit. „Seine pragmatische Art und Hands-on-Mentalität haben den Fußball über die Verbandsgrenzen hinweg nachhaltig geprägt“, sagte NFV-Präsident Ralph Uwe Schaffert.
Ausgezeichnet
T Jörg „Kossi“ Koslowski aus Heinbockel brennt für den Fußball
Stebanis Wirken als Fußball-Funktionär war eng mit dem Spielbetrieb verbunden. 1987 begann er als Beisitzer im Kreisspielausschuss Lüneburg. 1999 rückte er in den Bezirksspielausschuss, den er von 2006 bis 2023 führte. Bis Anfang des Jahres war er zudem Staffelleiter im Bezirk.
„Stebani-Modell“ erlangt bundesweite Bekanntheit
Auf Verbandsebene stand der gebürtige Berliner 18 Jahre lang, bis 2023, an der Spitze des Spielausschusses und bis 2024 auch auf Norddeutscher Ebene. Darüber hinaus saß Stabani 13 Jahre im Spielausschuss des DFB. In der Saison 2021/22 fungierte er dort als Spielleiter der 3. Liga und der Futsal-Bundesliga.
Überregionale Aufmerksamkeit erlangte Stebani während der Corona-Pandemie, als er den Spielbetrieb in der Regionalliga Nord, in der auch Drochtersen/Assel vertreten ist, neu organisierte. Zwei Staffeln mit einer anschließenden Meister- und Abstiegsrunde - bundesweit wurde das laut NFV-Mitteilung als „Stebani-Modell“ bekannt.
Mehrfach geehrt für sein Engagement
Für seinen ehrenamtlichen Einsatz wurde Stebani unter anderem mit der DFB-Verdienstnadel sowie dem Ehrenvorsitz im NFV-Bezirk Lüneburg ausgezeichnet. Er lebte in Melbeck im Landkreis Lüneburg und hinterlässt Ehefrau Regina, mit der er 51 Jahre verheiratet war, sowie zwei Töchter. (st)
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