Deutscher Wetterdienst: Hohe Waldbrandgefahr im Kreis Stade
Der Deutsche Wetterdienst hat den Waldbrandgefahrenindex erhöht. Bereits am Freitag musste die Feuerwehr einen Flächenbrand in Goldbecker Heide löschen. Foto: Feuerwehr
Für den Kreis Stade ist die Waldbrandgefahr am Donnerstag in mit der zweithöchsten Kategorie angegeben worden. „Die Lage ist kritisch“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Das sind die Gründe.
Warnstufe 4 - also eine hohe Waldbrandgefahr - sieht der DWD am Donnerstag und Freitag beispielsweise in den Bereichen Mittelnkirchen und Freiburg. Einzig in Südniedersachsen - etwa im Harz - sowie im Landkreis Cuxhaven sei die Lage etwas entspannter.
Bereits am vergangenen Freitag wurde für den Landkreis die Warnstufe 3 ausgerufen und die Feuerwehren Goldbeck und Apensen mussten einen Flächenbrand löschen.
Grund für die hohe Waldbrandgefahr seien neben der Trockenheit der vergangenen Tage auch die zu wenigen Regenfälle der zurückliegenden Monate und Jahre, sagte der DWD-Meteorologe. Das aktuelle Wetter trockne die oberen Bodenschichten aus, tiefere Erdschichten seien schon seit längerer Zeit trocken. „Das macht sich jetzt bemerkbar."
Hoffnung liegt auf Regen in der nächsten Woche
Die angekündigten Regenfälle in den kommenden Nächten führten deshalb nur gebietsweise zu einer Abschwächung der Waldbrandgefahr. Die Hoffnung liege auf mehr Niederschlägen in der kommenden Woche. Weil die obere Bodenschicht leicht austrockne, könne die Waldbrandgefahr allerdings nach ein paar heißen Tagen ohne Regen schnell wieder steigen. Eine Prognose für den gesamten Sommer kann laut DWD noch nicht abgegeben werden.
In den vergangenen Monaten fiel an vielen Orten in Niedersachsen zu wenig Regen. In der Lüneburger Heide etwa habe es im Mai und Juni deutlich zu wenig geregnet, sagte der Meteorologe. Dort sei die Waldbrandgefahr derzeit besonders hoch. Auch im höher liegenden Harz, wo es im Frühjahr üblicherweise relativ häufig regne, habe es zu wenig Niederschlag gegeben, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß. (dpa)
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