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Günstiger wohnen: An diesen S-Bahn-Stationen sind Mieten niedrig

Was kosten Wohnungen in der Nähe der S-Bahnlinien? Buxtehude ist im Vergleich zu Hamburg günstig.

Was kosten Wohnungen in der Nähe der S-Bahnlinien? Buxtehude ist im Vergleich zu Hamburg günstig. Foto: Thomas Sulzyc

Wohnungen in der Nähe von S- und U-Bahnstationen in der Region sind begehrt. Wo ist es besonders teuer? Wo sind die Mieten niedrig? Und wie sieht es im Kreis Stade aus? Hier der Überblick.

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Von Karsten Wisser
Donnerstag, 12.02.2026, 05:54 Uhr

Landkreis. Wohnen in Hamburg ist teuer. Die Mieten in der Hansestadt gehören zu den höchsten in Deutschland. Laut dem Forschungs- und Beratungsinstitut empirica liegt München mit 24,84 Euro pro Quadratmeter an der Spitze des Mietpreis-Rankings für Neubauten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Frankfurt am Main mit 20,93 Euro pro Quadratmeter und Hamburg mit 20,53 Euro pro Quadratmeter. Zwischen 2018 und 2023 stiegen die Angebotsmieten in Hamburg um etwa 25 Prozent, was über dem Durchschnitt vieler Großstädte liegt.

Bestandsmieten sind in der Regel günstiger

Die neue Miet-Map für Hamburg von ImmoScout24 zeigt deutliche Unterschiede bei den Angebotsmieten für Zwei-Zimmer-Wohnungen entlang der U- und S-Bahn-Stationen. Ein Umzug nach Neu Wulmstorf, Buxtehude und Stade kann sich finanziell lohnen. Die Angebotsmieten sind unverhandelte, vom Eigentümer verlangte Nominalmieten. Bestandsmieten sind in der Regel günstiger.

Das Überseequartier (U4) in der HafenCity ist mit 1.607 Euro im Monat die teuerste Station Hamburgs für eine Zwei-Zimmer-Wohnung. Die zehn Stationen mit den höchsten Angebotsmieten liegen überwiegend an den Linien U3 und U4. Zu den teuersten Stationen gehören neben der HafenCity auch etablierte Wohnlagen wie die Umgebung der Sierichstraße (1479 Euro) an der U3 in Winterhude, der Klosterstern (1460 Euro) an der U1 und der Eppendorfer Baum (1448 Euro) an der U3 in Harvestehude. Diese Stationen befinden sich in beliebten Stadtteilen mit hoher Wohnqualität, guter Infrastruktur und schneller Erreichbarkeit der Innenstadt.

Günstigste Mieten entlang der S-Bahnlinien

Die günstigsten Mieten finden sich überwiegend im Umland entlang der S-Bahn-Linien, insbesondere auf den Linien S3 und S5 im Hamburger Süden und den Landkreisen Stade und Harburg. In Hamburg sind die günstigsten Angebotsmieten an der S-Bahn-Station Neuwiedenthal (675 Euro) zu finden.

Angebotsmieten von Wohnungen mit einer Wohnfläche von 70 Quadratmetern, die sich in der Nähe von U- und S-Bahnen befinden.

Angebotsmieten von Wohnungen mit einer Wohnfläche von 70 Quadratmetern, die sich in der Nähe von U- und S-Bahnen befinden. Foto: ImmoScout24

Weitere günstige Standorte in Hamburg sind der Mittlere Landweg (759 Euro) an der S2/S21, Farmsen (784 Euro) an der U1 sowie Mümmelmannsberg (787 Euro) und Steinfurther Allee (798 Euro) an der U2. Außerhalb der Stadtgrenze in Schleswig-Holstein ist es rund um Schmalenbeck (658 Euro) an der U1 preiswert. Im niedersächsischen Umland sind die Stationen Dollern (697 Euro), Agathenburg (732 Euro), Neu Wulmstorf (742 Euro) und Stade (767 Euro) entlang der S3 im Vergleich mit Hamburg günstig. In Buxtehude liegt die Miete bei 860 Euro.

Buxtehude und Stade haben die Mietpreisbremse

In Stade, Buxtehude und Neu Wulmstorf gilt bis 2029 eine Mietpreisbremse des Landes Niedersachsen. Diese Maßnahme greift in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt, wie ein Gutachten der Landesregierung zeigt. Hier gelten besondere mieterschützende Bestimmungen und die Regelungen des Bundes-Baulandmobilisierungsgesetzes. Ein „angespannter Wohnungsmarkt“ bedeutet, dass die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist.

Für die Miet-Map Hamburg hat ImmoScout24 die Angebotsmieten von Wohnungen mit einer Wohnfläche von 70 Quadratmetern ausgewertet, die sich in der Nähe von U- und S-Bahn-Stationen befinden. Berücksichtigt wurden Stationen im Hamburger Stadtgebiet sowie im angrenzenden Umland.

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