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Verkehr

Dritter Warnstreik im Kreis Stade: Schwingebrücke schon wieder gesperrt

Ein Auto fährt über die Schwingebrücke.

Die Schwingeklappbrücke in Stade ist aufgrund eines Warnstreiks am Dienstag erneut nicht passierbar. Foto: Meyer

Zum dritten Mal binnen drei Wochen trifft ein Warnstreik den Landkreis Stade. Eine wichtige Verkehrsader in Stade ist erneut dicht.

Von Redaktion Montag, 09.02.2026, 12:45 Uhr

Landkreis. Am Dienstag, 10. Februar, ruft die Gewerkschaft Verdi in ganz Niedersachsen und Bremen alle Beschäftigten, die unter den Tarifvertrag der Länder fallen, zu einem zentralen Streiktag auf.

Erstmals in der laufenden Tarifauseinandersetzung würden alle Bereiche landesweit am selben Tag bestreikt, sagte ein Verdi-Sprecher. Damit weite Verdi den bereits laufenden Ausstand noch einmal deutlich aus. „Alle auf einmal, alle am selben Tag. In der Breite ist es das erste Mal.“

Schwingeklappbrücke in Stade erneut gesperrt

Für den Landkreis Stade hat Verdi-Gewerkschaftssekretärin Marlene Stitz alle im Tarifvertrag des Landes Niedersachsen (TV-L) Beschäftigten aufgerufen, sich an dem Warnstreik zu beteiligen und am Dienstag, 10. Februar, erneut die Arbeit niederzulegen. Dazu gehören Beschäftigte des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts) und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV). Aus dem Landkreis Stade fahren Busse zur zentralen Kundgebung in Bremen.

Auch Schulbeschäftigte sind aufgerufen

Auch die GEW hat pädagogische Mitarbeiter, Lehrkräfte, Schulassistenten und Schulsozialarbeiter zum Warnstreik aufgerufen - zuletzt fiel am 29. Januar in der Folge der Unterricht an der Förderschule Ottenbeck ganz aus.

Wie die Behörde am Montag mitteilte, wird die Schwingeklappbrücke auf der Landesstraße 111/Buxtehuder Straße in Stade am 10. Februar erneut voll gesperrt. Verkehrsteilnehmer müssen über die Altländer Straße ausweichen. Nur Einsatzfahrzeuge lasse man „in Notfällen“ passieren.

Verdi streikt zum dritten Mal

Bereits am 5. Februar sowie am 20. Januar war die Schwingebrücke aufgrund eines Warnstreiks gesperrt worden, was auf den Straßen in und um Stade stellenweise für erhebliche Staus gesorgt hatte. Darauf müssen sich Autofahrer auch dieses Mal einstellen.

Der Warnstreik trifft außerdem den Winterdienst im Kreis Stade. Dieser finde „mit Einschränkungen statt“, es müsse mit Verzögerungen gerechnet werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Immerhin: Beeinträchtigungen durch Schnee und Eis sind nicht zu erwarten – die Wetterprognose sagt Plusgrade vorher.

„Letzte Druckwelle vor der letzten Verhandlungsrunde“

Unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber noch einmal erhöhen. „Es ist die letzte Druckwelle vor der letzten Verhandlungsrunde“, sagte Verdi-Vizechefin Christine Behle in Berlin. Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsterminen treffen die Gewerkschaften und Arbeitgeber vom 11. bis 13. Februar in Potsdam voraussichtlich letztmals zusammen.

Verdi fordert für die mehr als 280.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder in Niedersachsen und Bremen sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro. Die Länder haben das wegen knapper Länderhaushalte als überzogen zurückgewiesen. (mit dpa)

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P
Peter Bardenhagen
09.02.202622:05 Uhr

Auch Lifestyle-Beschäftigungsstätten haben eine Daseinsberechtigung.

I
Ilse Berdien
09.02.202618:13 Uhr

Hier frisst Hirn !
Das kann ich dazu nur sagen !

H
Harald Kremers
09.02.202617:34 Uhr

Streiks mögen ab und an gerechtfertigt sein, was sich hier allerdings Verdi mit der Schwingebrücke leistet ist einfach eine Sauerei, da es diejenigen trifft, die den öffentlichen Dienst finanzieren und für die Versorgung auch der im öffentlichen Dienst arbeitenden sorgen. Der Spruch "...Streik trifft selten direkt die Arbeitgeber" zeigt schon die Ineffizienz und Dummheit der ganzen Aktion. Auf gewisse Angestellte im Öffentlichen Dienst kann ich gerne verzichten....

R
Rainer Lilje-Halbritter
09.02.202616:23 Uhr

Schade, wieder trifft ein Streik die falschen. Die Arbeitgeber müssen wahrscheinlich nicht im Stau stehen, den dieser Streik verursacht, es sind diejenigen Steuerzahler, die mit ihren Beiträgen den öffentlichen Dienst finanzieren und nun unter deren Arbeitsverweigerung leiden müssen. Mein Verständnis für diese Menschen schwindet mit jedem Streiktag mehr. Und der Ruf nach Vergabe von Aufgaben in die freie Wirtschaft wird lauter werden....

A
Anna Anna Bessler antwortete am
09.02.202623:07 Uhr

Absolut richtig. Wer normalr Menschdn bei seinem Streik in gehörige Schwierigkeiten bringt trifft bei mir nicht mehr auf Verständnis. Den Punkt mit der freien Wirtschaft unterschreibe ich sofort

L
Lukas Wiener antwortete am
09.02.202617:08 Uhr

Du hast einfach nicht verstanden wie Streik funktioniert.

S
Stefan Klein
09.02.202613:52 Uhr

Das Verhalten von Verdi ist rücksichtslos. Der Streik trifft uns als Bürgerinnen und Bürger, nicht die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst. Wir leben in Krisenzeiten mit knappen Kassen, da muss sich jeder ein wenig zurücknehmen, so schwer das auch ist.

S
Sven Wiese antwortete am
09.02.202614:11 Uhr

Streik trifft immer die Bevölkerung und selten direkt die Arbeitgeber. Trotzdem gehts leider ohne nicht. Habt ein bisschen mehr Verständnis für die Angestellten im Öffentlichen Dienst. Ohne sie wirds schwierig…

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