Dritter Warnstreik im Kreis Stade: Schwingebrücke schon wieder gesperrt
Die Schwingeklappbrücke in Stade ist aufgrund eines Warnstreiks am Dienstag erneut nicht passierbar. Foto: Meyer
Zum dritten Mal binnen drei Wochen trifft ein Warnstreik den Landkreis Stade. Eine wichtige Verkehrsader in Stade ist erneut dicht.
Landkreis. Am Dienstag, 10. Februar, ruft die Gewerkschaft Verdi in ganz Niedersachsen und Bremen alle Beschäftigten, die unter den Tarifvertrag der Länder fallen, zu einem zentralen Streiktag auf.
Erstmals in der laufenden Tarifauseinandersetzung würden alle Bereiche landesweit am selben Tag bestreikt, sagte ein Verdi-Sprecher. Damit weite Verdi den bereits laufenden Ausstand noch einmal deutlich aus. „Alle auf einmal, alle am selben Tag. In der Breite ist es das erste Mal.“
Schwingeklappbrücke in Stade erneut gesperrt
Für den Landkreis Stade hat Verdi-Gewerkschaftssekretärin Marlene Stitz alle im Tarifvertrag des Landes Niedersachsen (TV-L) Beschäftigten aufgerufen, sich an dem Warnstreik zu beteiligen und am Dienstag, 10. Februar, erneut die Arbeit niederzulegen. Dazu gehören Beschäftigte des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts) und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV). Aus dem Landkreis Stade fahren Busse zur zentralen Kundgebung in Bremen.
Auch Schulbeschäftigte sind aufgerufen
Auch die GEW hat pädagogische Mitarbeiter, Lehrkräfte, Schulassistenten und Schulsozialarbeiter zum Warnstreik aufgerufen - zuletzt fiel am 29. Januar in der Folge der Unterricht an der Förderschule Ottenbeck ganz aus.
Wie die Behörde am Montag mitteilte, wird die Schwingeklappbrücke auf der Landesstraße 111/Buxtehuder Straße in Stade am 10. Februar erneut voll gesperrt. Verkehrsteilnehmer müssen über die Altländer Straße ausweichen. Nur Einsatzfahrzeuge lasse man „in Notfällen“ passieren.
Verdi streikt zum dritten Mal
Bereits am 5. Februar sowie am 20. Januar war die Schwingebrücke aufgrund eines Warnstreiks gesperrt worden, was auf den Straßen in und um Stade stellenweise für erhebliche Staus gesorgt hatte. Darauf müssen sich Autofahrer auch dieses Mal einstellen.
Streikaufruf
Winterdienst im Norden am Donnerstag eingeschränkt
Der Warnstreik trifft außerdem den Winterdienst im Kreis Stade. Dieser finde „mit Einschränkungen statt“, es müsse mit Verzögerungen gerechnet werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Immerhin: Beeinträchtigungen durch Schnee und Eis sind nicht zu erwarten – die Wetterprognose sagt Plusgrade vorher.
„Letzte Druckwelle vor der letzten Verhandlungsrunde“
Unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber noch einmal erhöhen. „Es ist die letzte Druckwelle vor der letzten Verhandlungsrunde“, sagte Verdi-Vizechefin Christine Behle in Berlin. Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsterminen treffen die Gewerkschaften und Arbeitgeber vom 11. bis 13. Februar in Potsdam voraussichtlich letztmals zusammen.
Verdi fordert für die mehr als 280.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder in Niedersachsen und Bremen sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro. Die Länder haben das wegen knapper Länderhaushalte als überzogen zurückgewiesen. (mit dpa)
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