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Warnstreik: Stader Schwinge-Brücke ab Mitternacht voll gesperrt

 (Symbolbild)

Blick auf die Schwinge-Klappbrücke im Verlauf des Obstmarschenwegs in Stade. Die Technik muss erneuert werden. Foto: Strüning

Pendler benötigen am Dienstag starke Nerven: Es drohen Staus im Berufsverkehr auf der L111 und auch am Elbtunnel in Hamburg. Das steckt dahinter.

Von Redaktion Montag, 19.01.2026, 16:51 Uhr

Landkreis. Autofahrer müssen am Dienstag auf Autobahnen und Landesstraßen mit Behinderungen rechnen. Grund sind Warnstreiks im Tarifkonflikt bei der Autobahn GmbH des Bundes und des öffentlichen Dienstes.

Verdi ruft „zu gemeinsamen Warnstreiks in zwei großen Tarifrunden“ auf. Der Aufruf gilt demnach rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH sowie mehreren Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen.

So ist die Lage im Landkreis Stade

Die größten Behinderungen im Kreis Stade drohen auf der Landesstraße 111. Die Brücke über die Schwinge werde den kompletten Dienstag von 0 Uhr bis 23.59 Uhr voll gesperrt sein. Das bestätigt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf TAGEBLATT-Nachfrage. Als Umleitungsstrecke bleibt Autofahrern nur die Stader Innenstadt.

Anders sieht es bei der Klappbrücke in Jork-Hove aus. Deren Betrieb sei den Angaben nach sichergestellt.

Hamburger Elbtunnel teils gesperrt

Der Hamburger Elbtunnel ist nur eingeschränkt befahrbar. Je Richtung wird einer von drei Fahrstreifen des Autobahntunnels geschlossen, wie die Autobahn GmbH mitteilte. Die Teilsperrung, die die A7 betrifft, soll am Montag um 18 Uhr beginnen und nach 24 Stunden enden.

Der Wesertunnel in Bremerhaven und die Emsbrücke in Leer sind ebenfalls dicht. Auch der Tunnel Bovenden an der Bundesstraße 3, im Landkreis Göttingen, werde während des gesamten Streiktags für den Verkehr voll gesperrt. Im Verdi-Bezirk Weser-Ems sei die Jann-Berghaus-Brücke für den Verkehr gesperrt.

Sternmarsch durch Hannover geplant

Insgesamt seien die Streiks an 18 Standorten bundesweit geplant. In Hannover sollten am Dienstag die Beschäftigten zusammenkommen, kündigte Verdi an. Nach einem Sternmarsch durch die Stadt sei gegen Mittag eine Kundgebung vor dem Wirtschaftsministerium geplant.

Außerdem werde es Aktionen und Arbeitsniederlegungen in Niederlassungen und Außenstellen der Autobahn GmbH geben, etwa in Nürnberg, Rostock, Stuttgart, Montabaur, Hamm, Gelsenkirchen, Köln, Kiel, Hamburg und Berlin. Auf der Landesebene soll unter anderem in Straßenmeistereien sowie in Verkehrs- und Tunnelleitzentralen die Arbeit niedergelegt werden.

Verdi kritisiert „inakzeptable“ Tarifverhandlungen

Anlass sei der „jeweils zähe bis inakzeptable Verlauf“ der Tarifrunden zur Autobahn GmbH und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, hieß es. Verdi fordert in beiden Tarifrunden sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen.

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle sagte, jeden Tag kümmerten sich Abertausende Beschäftigte um einen möglichst reibungslosen Verkehr auf Straßen, Brücken und in Tunneln. „Und sie wollen mit diesem gemeinsamen Streiktag zeigen, dass ihre Arbeit besser bezahlt gehört.“ (fe/mit dpa)

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