Zähl Pixel
Asylpolitik

Dobrindt: 12.000 Zurückweisungen an den Grenzen seit Mai

Kurz nach Amtsantritt hatte Dobrindt im Mai die Kontrollen an den deutschen Außengrenzen verstärkt. (Archivbild)

Kurz nach Amtsantritt hatte Dobrindt im Mai die Kontrollen an den deutschen Außengrenzen verstärkt. (Archivbild) Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Trotz viel Kritik hält der Bundesinnenminister zum Eindämmen der irregulären Migration an einem härteren Kurs an den Grenzen fest. Was hat das bewirkt?

Von dpa Sonntag, 31.08.2025, 23:25 Uhr

Berlin. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht spürbare Effekte der verstärkten Zurückweisungen an den deutschen Grenzen seit dem Antritt der neuen Bundesregierung. „Seit 8. Mai sind es 12.000 illegale Einreisen, die wir zurückgewiesen haben“, sagte der CSU-Politiker in der ARD-Sendung „Caren Miosga“. Darunter seien etwa 660 Menschen, die Asyl begehrt hatten. Es habe sich schnell herumgesprochen, dass dies keinen Unterschied an der Grenze mehr mache, auch deswegen sei die Zahl der „Asyl-Nennungen“ gering.

Keine Zahl für Migrations-Grenze

Auf eine Zahl für eine Obergrenze der Migration wollte sich Dobrindt nicht festlegen. Es gebe eine Integrationsgrenze und Belastungsgrenzen, bei denen man darauf achten müsse, dass man sie nicht erreiche. Dabei habe man eine Problemlage, die sich über zehn Jahre aufgestaut habe. „Und alles, was wir neu schaffen, kommt da obendrauf.“ Daher gehe es um eine Korrektur der Situation und darum, die „Überforderung Deutschlands“ zu beenden. „Und das würde ich ungern in einer Zahl fassen.“

Deutschland hatte im Mai kurz nach Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung durch eine Anordnung von Dobrindt die zuvor sporadischen Kontrollen an deutschen Außengrenzen verstärkt. Gleichzeitig ordnete er an, künftig sollten auch Asylsuchende an der Grenze zurückgewiesen werden können. Dieses Vorgehen ist rechtlich umstritten.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Trump verschiebt erneut Iran-Ultimatum

Ursprünglich wollte er dem Iran nur 48 Stunden einräumen, um die wichtige Meerenge Straße von Hormus freizumachen. Dann verlängerte er die Frist - und nun gibt es noch mehr Zeit.

Rückruf: Camembert kann krank machen

Ein Camembert aus Frankreich wird zurückgerufen: Unerwünschte Bakterien können Magen-Darmstörungen und andere gesundheitliche Probleme verursachen. Welche Chargen betroffen sind.

Der Wal-Flüsterer vom Ostseestrand

Mit schwerem Gerät versuchen Helfer den vor Timmendorfer Strand festsitzenden Buckelwal zu befreien. Mittendrin Robert Marc Lehmann. Er sagt, das Tier sei motiviert. Aber Lehmann bremst die Erwartung.