Erweiterte A7 südlich des Elbtunnels wird freigegeben
Für die Erweiterung der A7 südlich des Elbtunnels wurde zwei neue Fahrspuren zwischen die bestehenden Richtungsfahrbahnen eingebaut. (Archivbild) Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Seit vielen Jahren wird die A7 in Hamburg ausgebaut. Jetzt ist eine wichtige Etappe auf dem Abschnitt südlich des Elbtunnels erreicht. Doch bei den täglichen Staus dürfte es vorerst bleiben.
Hamburg. Nach sechsjähriger Bauzeit soll am Samstag die auf acht Spuren erweiterte A7 südlich des Elbtunnels offiziell freigegeben werden. Zu der Feier werden Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) sowie Vertreter der Autobahn GmbH und der Projektgesellschaft Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) erwartet.
Der Verkehr wird über den rund vier Kilometer langen Abschnitt erst ab Montagfrüh rollen können. Die Autobahn und der Elbtunnel sind wegen Restarbeiten auf der Strecke und weiteren Baumaßnahmen nördlich der Elbe an diesem Wochenende gesperrt.
Die A7 zwischen dem Elbtunnel und dem künftigen Kreuz Hamburg-Hafen, wo die A26 West aus Richtung Stade (Niedersachsen) bis 2028 angebunden werden soll, verläuft über eine Brückenkonstruktion. Die beiden Richtungsfahrbahnen der Hochstraße Elbmarsch, wie die laut Deges längste Autobahnbrücke Deutschlands offiziell heißt, ließen bis zum Ausbau in der Mitte eine Lücke. Dieser Zwischenraum war bereits beim Bau der Autobahn vor über 50 Jahren für eine spätere Verbreiterung um zwei Spuren vorgesehen worden.
Neubau der Autobahn in knapp 20 Jahren?
Jetzt wurde diese Lücke geschlossen, nachdem zuvor der Ausbau an einem kurzen Stück ingenieurtechnisch erprobt worden war. Nach Angaben der Deges wurden Stützpfeiler und Gründungen verstärkt. Der im Jahr 1975 eröffnete Originalbau hat noch eine Lebensdauer bis 2045. „Bis dahin wird untersucht werden müssen, ob ein Ersatzneubau erforderlich sein wird“, heißt es in der Projektbeschreibung.
Vor dem Ausbau der eigentlichen Hochstraße Elbmarsch war die rund 400 Meter lange Rampe zu den Einfahrten des Elbtunnels unter großem technischem Aufwand neu gebaut worden. Seit Mai 2023 ruhen die Tunnelzufahrten nicht mehr auf Stützpfeilern, sondern auf einem aufgeschütteten Damm.

Um gefährliche Staus im Elbtunnel zu vermeiden, werden nur drei der vier vorhandenen Spuren je Fahrtrichtung freigegeben. (Archivbild) Foto: Christian Charisius/dpa
Ein Wermutstropfen für die Autofahrer: Mit dem Ende der täglichen Staus vor dem Elbtunnel ist vorerst nicht zu rechnen. Denn bis Ende 2029 geht der Ausbau der A7 nördlich des Elbtunnels weiter. Im Bereich Altona wird ein gut zwei Kilometer langer Lärmschutztunnel errichtet. So lange werden dort nur drei Fahrspuren je Richtung zur Verfügung stehen. Um gefährliche Staus im Elbtunnel zu vermeiden, wird die Richtungsfahrbahn Flensburg bereits vor der Einfahrt von vier auf drei Spuren verengt.
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