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Getränke

Es wird weniger Wein getrunken

Weine aus den deutschen Regionen sind stärker von der Entwicklung betroffen.

Weine aus den deutschen Regionen sind stärker von der Entwicklung betroffen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Deutschland ist Weinland - aber die Konsumentinnen und Konsumenten halten sich zurück. Es liegt am Geld. Die Branche reagiert.

Von dpa Mittwoch, 26.02.2025, 04:20 Uhr

Bodenheim. Die Nachfrage nach Wein sinkt in Deutschland. Ein Grund für die Entwicklung sieht das Deutsche Weininstitut (DWI) in dem wachsenden Kostenbewusstsein in der Bevölkerung. „Im vergangenen Jahr haben vier Prozent weniger Haushalte Wein eingekauft und dabei besonders auf den Preis geachtet“, erklärte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule in Bodenheim. Wegen der erhöhten Preissensibilität seien die Durchschnittspreise bei den deutschen und ausländischen Weine erstmals seit 2010 wieder leicht gesunken. 

Die Menge des eingekauften Weins sank im vergangenen Jahr um vier Prozent und der damit erzielte Umsatz um fünf Prozent, berichtete Reule und berief sich dabei auf eine Analyse des Weinmarktes des Marktforschers NielsenIQ. Weine aus den deutschen Regionen seien mit einem Minus von fünf Prozent im Absatz und sechs Prozent im Umsatz etwas stärker von dieser Entwicklung betroffen. 

Marktanteile der heimischen Weine sinken

Die Marktanteile der heimischen Weine sanken laut DWI im Vergleich zum Vorjahr um jeweils einen Prozentpunkt im Absatz auf 41 Prozent und im Umsatz auf 45 Prozent. Von den ausländischen Herkünften hätten die italienischen Weine mit unveränderten 18 Prozent mengenmäßig den höchsten Marktanteil gehabt, gefolgt von Weinen aus Spanien mit 14 Prozent und französischen Weinen mit elf Prozent. 

Das DWI ist die zentrale Kommunikations- und Marketingorganisation der deutschen Weinwirtschaft. Kernaufgabe ist es, die Qualität und den Absatz von Weinen aus den 13 deutschen Anbaugebieten zu fördern.

Die Weinbranche reagiert mit sinken Preisen auf die schwächere Nachfrage. (Archivbild)

Die Weinbranche reagiert mit sinken Preisen auf die schwächere Nachfrage. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa

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