Gefahrguttransporter kippt auf A2 – Vollsperrung
Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei sind bei einem defekten Gefahrguttransporter auf der A1 bei Unna im Einsatz. Foto: M. Neumann/Blaulicht Unna/dpa
Auf der Autobahn 2 bei Hannover kippt ein Gefahrguttransporter um. Lösungsmittel laufen aus. Die Autobahn ist voll gesperrt.Auch auf der A1 sorgt eine Sperrung für Stau.
Hannover. Auf der Autobahn 2 Dortmund-Hannover ist in der Nacht zum Donnerstag ein Gefahrguttransporter umgekippt. Die Strecke wurde zwischen Wunstorf-Luthe und Garbsen in Richtung Hannover/Berlin voll gesperrt, wie die Polizei Hannover mitteilte. Da Lösungsmittel ausgelaufen seien, müsse die Fahrbahn gereinigt werden, sagte eine Sprecherin. Nach Angaben der Verkehrsmanagementzentrale soll die Vollsperrung voraussichtlich bis 12.00 Uhr andauern. Der Verkehr wird umgeleitet.
Laut Polizei war ein Gefahrguttransporter gegen Mitternacht aus bisher ungeklärter Ursache auf die Mitteilleitplanke aufgefahren und umgekippt. Der Fahrer sei dabei schwer verletzt worden und wurde von den Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht. Aus dem umgekippten Lkw seien Lösungsmittel ausgelaufen, die nun von der Feuerwehr beseitigt würden.
Vielbefahrene A1 bei Unna bleibt weiter voll gesperrt
Die Autobahn A1 bleibt wegen eines undichten Gefahrguttransporters zwischen dem Kamener Kreuz und Dortmund/Unna noch länger in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Das teilte die Autobahn GmbH heute mit. Aus dem Lastwagen ströme dort Gas aus. Die Dauer der Sperrung sei nach Angaben der Feuerwehr noch unklar.
Der Fernverkehr auf der vielbefahrenen Autobahn solle großräumig ausweichen, etwa ab Osnabrück über die A33 und die A44 oder ab Münster über die A43. Im Nahbereich sollte auf die A2 und die A45 ausgewichen werden.
Noch sei unklar, mit welchen Maßnahmen der Gefahrstoff aus dem Tanklaster geholt werden könne, sagte die Sprecherin der Stadt Unna, Anna Gemünd, der Deutschen Presse-Agentur. Experten der Feuerwehr sollten am Vormittag an der Unfallstelle eintreffen. Es gebe mehrere Optionen, wie etwa ein kontrolliertes Abbrennen des Gases, sagte Gemünd. Dann müssten möglicherweise Gebiete evakuiert werden. Es würden aber auch andere Optionen geprüft, das Gas abzuleiten. Aus dem Laster sei tiefgekühltes Ethylen entwichen. Das Gas sei leicht brennbar.
Die vielbefahrene A1, eine zentrale Nord-Süd-Verbindung durch NRW in Richtung Bremen, ist bereits seit Mittwochabend 19 Uhr voll gesperrt.